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HORW: Plötzlich Zuhälter wider Willen

Im neuen Stück der Theatergesellschaft jagen sich frivole Figuren und freche Pointen. Die Handlung ist märchenhaft und mehrfach tödlich.
Yvonne Imbachregion@luzernerzeitung.chaufführungen 12./18./23./25. November, 20 Uhr, 13./20. November Um 17 Uhr. Pfarreizentrum Horw. Reservation: Www.tgh.ch Oder Telefon 041 340 01 00
Jasmin Gasser und Fredy Zurkirchen im Stück «So es Puff». (Bild: Nadia Schärli (Horw, 31. Oktober 2016))

Jasmin Gasser und Fredy Zurkirchen im Stück «So es Puff». (Bild: Nadia Schärli (Horw, 31. Oktober 2016))

Dem Premierenpublikum eröffnete sich am Samstagabend eine Junggesellenwohnung, wie sie im Buche steht: altmodische Möbel, abgewetztes Sofa, die liebe Familie eingerahmt an den Wänden und eine gut sortierte Hausbar. In dieses beschauliche Leben des Buchhändlers Amadeus Mayer (Fredy Zurkirchen in Hochform) platzt die Prostituierte Katja (wunderbar lasziv: Jasmin Gasser), Mayer rettet sie an einer roten Ampel vor einer zwielichten Gestalt aus dem Milieu.

Bis der biedere Buchhändler begreift, dass seine nächtliche Besucherin nicht bei der Spitex arbeitet, dauert es einige herr­liche eindeutig-zweideutige Dialoge. Dann aber betont er charmant: «Ich schätze Ihren hingebungsvollen Charakter!» Den beiden bleibt nicht lange Zeit, sich zu unterhalten. Katjas Verfolger (Markus Vieli in einer Doppelrolle) platzt herein und stürzt sich auf der Suche nach seiner «Dame» in der Besenkammer versehentlich in einen Pfeil. Tot, wie er nun ist, bleibt er aber weiterhin ein Problem.

Aus Amadeus wird Achmed

Auch Mafiaboss und Zuhälter Dede (Mirco Zimmermann als Macho) sorgt sich um seine «Schwalbe» und sucht Amadeus auf. Katja dichtet ihm flugs eine neue Identität an: Aus Amadeus wird Achmed aus Bogotá, der Zuhälter mit dem gefährlichsten Ruf. Weitere leichte Mädchen (ein Augenschmaus: Melissa Dürr, Andrea Scheidegger) finden bei ihm Unterschlupf, bis Amadeus’ Cousin (gibt Gas: Samuel Rusch) – ein Pfarrer – zu Besuch kommt. Wie Amadeus drei Leichen aus dem Haus schafft, seinen Ruf wieder herstellt und sein eigenes Liebesmärchen erlebt, sei hier nicht verraten.

Professionell Regie führte zum vierten Mal Beat Gärtner, der selbst schon die Rolle des Dede gespielt hatte. «Dieser Seitenwechsel hat mir in den gut fünfzig Proben sehr geholfen.» Das Stück von Alain Reynaud-Fourton heisst in der Horwer Mundartfassung «So es Puff». «Wir passten einige Textstellen an und feilten an der Figur des Amadeus», verriet Gärtner. Das Resultat ist eine Komödie, die mit durchgeknallten Figuren und frechen Pointen gespickt ist. Die Kostüme und Masken helfen dem wunderbar agierenden Ensemble offensichtlich, sich in ihren Rollen wohl zu fühlen und sehr frei und natürlich zu spielen. Das Premierenpublikum zeigte sich zu recht begeistert.

Yvonne Imbach

Hinweis

Aufführungen 12./18./23./25. November, 20 Uhr, 13./20. November um 17 Uhr. Pfarreizentrum Horw. Reservation: www.tgh.ch oder Telefon 041 340 01 00

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

Szene aus dem Theaterstück «So es Puff» der Theatergesellschaft Horw. (Bild: Nadia Schärli)

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