HORW: Seniorenresidenz auf Oberrüti: Projekt geplatzt

Die Baarer Generalunter­nehmung Alfred Müller AG wird auf Oberrüti in Horw keine Seniorenresidenz errichten. Die Suche nach Partnern für das 50-Millionen-Projekt blieb erfolglos.

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So haben sich die Planer die Seniorenresidenz Waldhaus vorgestellt. (Visualisierung Rüssli Architekten)

So haben sich die Planer die Seniorenresidenz Waldhaus vorgestellt. (Visualisierung Rüssli Architekten)

Auf dem Grundstück des ehemaligen Hotels Oberrüti hat die Alfred Müller AG den Bau einer Seniorenresidenz geplant. Die Baubewilligung für das Projekt lag seit Dezember 2006 vor, die Suche nach einem Betreiber für die Residenz blieb aber erfolglos, wie das Unternehmen mitteilt. «Schade, wir hätten die Residenz gerne verwirklicht, ohne Partner ist dies jedoch nicht möglich», wird Michael Müller, Mitglied der Geschäftsleitung der Alfred Müller AG, zitiert. «Die Nachfrage nach einer solchen Residenz im Raum Luzern ist im Moment gesättigt, nachdem in den letzten Jahren bereits ähnliche Vorhaben realisiert wurden.» Anfänglich interessierte Partner seien abgesprungen, nachdem Einsprachen über sämtliche Rechtsinstanzen, die alle abgelehnt worden seien, das Projekt um drei Jahre verzögert hätten.

Die Baarer Generalunternehmung will nun das Grundstück neu entwickeln und gemeinsam mit der Gemeinde Horw Lösungen für das Vorhaben suchen. «Unser Ziel ist es letztlich, ein Projekt zu realisieren, das sich erfolgreich vermarkten lässt. Aufgrund der Lage des Areals zielt unsere Strategie in Richtung Wohnen», betont Michael Müller.

Tourismuskonzept abwarten 
Noch sei es aber zu früh, um mit der konkreten Planung zu beginnen. Denn die Gemeinde Horw will im Anschluss an die laufende Zonenplanrevision ein Tourismuskonzept erarbeiten, welches die touristische Nachfrage, das mögliche Potential und die daraus folgenden Anforderungen an eine mögliche künftige Sonderbauzone Tourismus klären soll. Erst wenn dieses Konzept vorliegt, können allenfalls nötige Zonenfestlegungen überprüft und gegebenenfalls in einem Teilrevisionsverfahren angepasst werden. «Wir unterstützen die Gemeinde gerne bei der Erarbeitung dieses Konzepts und erhoffen uns daraus klare Planungsgrundlagen für unser Grundstück auf der Oberrüti», betont Michael Müller. Als Investorin sei man aber auch daran interessiert, möglichst rasch ein erfolgversprechendes Projekt realisieren und vermarkten zu können.

scd