HORW: Sturzgefahr in Hallenbad – Gemeinde reagiert

Im Hallenbad Horw sind schon einige Gäste unsanft auf dem Boden gelandet. Nun lässt die Gemeinde die Bodenplatten nochmals prüfen.

Hugo Bischoff
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Die rutschigen Platten im kürzlichen sanierten Hallenbad Spitz in Horw haben bereits zu mehreren Stürzen geführt. (Bild Manuela Jans)

Die rutschigen Platten im kürzlichen sanierten Hallenbad Spitz in Horw haben bereits zu mehreren Stürzen geführt. (Bild Manuela Jans)

Das Hallenbad Spitz in Horw war im Sommer 2013 für 617 000 Franken totalsaniert worden. Seither sind schon verschiedentlich Badegäste auf den neuen Bodenplatten ausgerutscht und zu Fall gekommen. «Vor allem im August, September 2013, also kurz nach der Neueröffnung, sind einige Schüler gestürzt – zum Glück ohne sich zu verletzen», bestätigt Gemeinderat Robert Odermatt. Das Problem: Die neuen Bodenplatten sind glatter als die alten. «Das hat viele Badegäste überrascht.»

Sturz mit Gehirnerschütterung

Eine Überprüfung habe ergeben, dass die Platten «vollumfänglich den Normen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) entsprechen», sagt Odermatt. Dennoch habe die Gemeinde mit Info-Tafeln und speziellen Beschriftungen auf die Problematik aufmerksam gemacht. Seither habe sich die Situation beruhigt – bis im Frühjahr 2014. Damals sürzte ein Vater, der mit seinem Sohn zum Schwimmen kam. Der Mann erlitt eine Gehirnerschütterung.

Nun hat die Gemeinde beim BfU eine nochmalige Überprüfung angefordert. «Wir erwarten auf Lösungsvorschläge», sagt Odermatt. «Eine Möglichkeit wäre, die Bodenplatten mittels speziellen Belags aufzurauen.» Der Nachteil: «Ein rauerer Boden ist aufwendiger zu reinigen. Zudem können sich hier eher schädliche Mikroorganismen ansammeln, die dann mit starken chemischen Reinigungsmitteln bekämpft werden müssen.» Welche Lösung schliesslich gewählt wird, ist laut Odermatt noch offen.