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HORW: Überbauung Stirnrütipark in Horw: Letzte Parzelle wird überbaut

Für das fünfte und letzte Wohnhaus der Überbauung Stirnrütipark gibt die Gemeinde das Land im Baurecht ab. Weil sie aber dort trotzdem einen Kindergarten realisieren will, muss das Parlament darüber befinden.
Roman Hodel
Blick auf die Baustelle Stirnrütipark, links der Kindergarten-Pavillon auf der Gemeindeparzelle. (Bild: Philipp Schmidli (Horw, 16. März 2018))

Blick auf die Baustelle Stirnrütipark, links der Kindergarten-Pavillon auf der Gemeindeparzelle. (Bild: Philipp Schmidli (Horw, 16. März 2018))

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

Die Lage ist beneidenswert. Auf einem aussichtsreichen Plateau über dem Horwer Talboden entsteht momentan die Überbauung Stirnrütipark. Die vier ersten Häuser sind am 1. Juli bezugsbereit, die Alfred Müller AG hat 38 von ihren 40 Eigentumswohnungen bereits verkauft. Noch unklar war bislang, wer das fünfte Haus erstellen wird – dort, wo der momentan unbenutzte Kindergarten-Pavillon steht. Dieses Land gehört der Gemeinde. Sie überlässt nun die Parzelle im Baurecht für 90 Jahre dem Immobilienentwickler Auconia GmbH.

«Wir haben das Grundstück ausgeschrieben, und die Firma Auconia hat uns das interessanteste Angebot gemacht», sagt der zuständige Gemeinderat Robert Odermatt (SVP). Allerdings seien sie wegen des Baurechts nicht gerade von Interessenten überrannt worden. Überdies hat die Gemeinde mit der Auconia einen Vorvertrag abgeschlossen, um für einen Kindergarten im Erdgeschoss eine Fläche von 170 Quadratmetern im Stockwerkeigentum zu erwerben – inklusive eines Aussenspielplatzes und zweier Einstellhallen-Parkplätze.

«Vertrauensvoller Baurechtsgeber»

Der Kindergarten soll ab dem Schuljahr 2019/20 genutzt werden können. «Falls er bis dann noch nicht bezugsbereit sein sollte, haben wir diverse Optionen, um auszuweichen», so Odermatt. Eine Möglichkeit wäre, den bestehenden Pavillon wieder zu nutzen oder die Kinder mit einem Schulbus in einen anderen Kindergarten zu fahren. Falls der neue Kindergarten wegen sinkender Kinderzahlen nicht mehr gebraucht werden sollte, könnte die Gemeinde die Räume zu Wohnungen umfunktionieren.

Über dem Kindergarten entstehen 16 Wohnungen mit 2 bis 5 Zimmern. 4 Zimmer sind ab 760 000 Franken zu haben. Das ist zwar günstiger als in den Häusern der Alfred Müller AG nebenan, wo man für 4 Zimmer mindestens eine Million Franken hinblättern muss. Dafür müssen die künftigen Eigentümer der Auconia-Wohnungen jährlich einen Baurechtszins bezahlen. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung sind es vorerst jeweils rund 7000 Franken. Nach elf Jahren wird der Zins erstmals der Teuerung angepasst. Nach 90 Jahren fällt das Grundstück wieder an die Gemeinde Horw zurück. «Man kann aber einen Baurechtsvertrag auch verlängern», sagt Rolf Aulinger, Geschäftsführer Auconia. Seine Firma habe grosse Erfahrung mit dem Baurecht. Er sagt: «Es gibt genügend Leute, die diese Art von Eigentum spannend finden.» Zumal es sich bei der Gemeinde Horw um einen «vertrauensvollen Baurechtsgeber» handle.

Laut Immobilien- und Sicherheitsvorsteher Robert Odermatt nimmt die Gemeinde bereits von 64 Wohnungen Baurechtszins ein, weitere 66 und ein grösseres Geschäftshaus sind auf Baurechtsland bewilligt. All diese Zinsen werden der Gemeinde dereinst über eine halbe Million Franken jährlich in die Kasse spülen.

Eine knappe Million für den Kindergarten

Als Bauherrin ist die Auconia verpflichtet, das Grundstück gemäss dem seit 2014 gültigen Gestaltungsplan Stirnrütipark zu überbauen. Das heisst, sie muss sich etwa punkto Fassade und Materialkonzept an den bestehenden Gebäuden orientieren. Zudem hat die Firma, sobald der Baurechtsvertrag gültig ist, maximal 18 Monate Zeit, um mit dem Bau zu beginnen und diesen ohne wesentlichen Unterbruch fertigzustellen.

Zuerst aber wird nun der Einwohnerrat an seiner Sitzung vom 29. März über den Vertrag und den Investitionskredit von knapp einer Million Franken für das Stockwerkeigentum Kindergarten befinden. Sofern er dem Vorhaben zustimmt, rechnet Gemeinderat Odermatt mit Bau­beginn im kommenden Herbst.

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