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HORW: Villa Krämerstein soll Firmensitz werden

Der Horwer Gemeinderat lehnt es ab, das Haupthaus für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Er beruft sich dabei auf frühere Entscheide des Einwohnerrats. Bei der FDP überlegt man sich derweil einen Kurswechsel.
Christian Glaus
Von der St.-Niklausen-Strasse führt eine Allee zur Villa Krämerstein. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 1. Mai 2017))

Von der St.-Niklausen-Strasse führt eine Allee zur Villa Krämerstein. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 1. Mai 2017))

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

Noch ein bis zwei Jahre lang wird sie leer stehen, dann soll wieder Leben einkehren in der Villa Krämerstein auf der Horwer Halbinsel. Das sehen die Pläne des Gemeinderats vor, die er nun in einem Planungsbericht an den Einwohnerrat darlegt. Demnach sollen die Villa und die weiteren Gebäude auf dem Grundstück in drei Etappen saniert und danach vermietet werden (siehe Box). Die Kosten belaufen sich auf zirka 4,4 Millionen Franken. Konkretere Angaben sind erst möglich, wenn die Wünsche der künftigen Mieter bekannt sind.

Auch nach der Sanierung sollen der Park und das Seeufer öffentlich zugänglich sein. Nicht aber die Villa, schreibt der Gemeinderat. Er strebt eine Vollvermietung an, etwa an eine «internationale Holdinggesellschaft mit Kaderleuten». Dies bringe mehrere Vorteile: Das Gebäude könne früher wieder genutzt werden, die Mieteinnahmen wären höher als bei einem Museum oder Gastrobetrieb, auch die Steuereinnahmen dürften höher sein.

Anlage kostet Gemeinde bis 230 000 Franken jährlich

Aufgrund einer Motion von Einwohnerrat Urs Rölli (FDP) prüfte der Gemeinderat auch eine teilweise öffentliche Nutzung – beispielsweise für repräsentative Anlässe, Trauungen, Konzerte oder Lesungen. Das könnte zwar durchaus Sinn machen, so der Gemeinderat. Allerdings würde es dadurch schwieriger, einen Mieter für die Räume in den Obergeschossen zu finden. Zudem würden die Mieteinnahmen tiefer ausfallen und die Unterhaltskosten steigen. Ein Renditeobjekt sei die Anlage Krämerstein so oder so nicht. Der Unterhalt der Parkanlage sei so teuer, dass auch bei einer Vollvermietung der Villa mit einem Defizit von 180 000 bis 230 000 Franken pro Jahr zu rechnen sei. Bei einer teilweise öffentlichen Nutzung könnte dieses auf 370 000 Franken steigen.

Sprechen also nur finanzielle Überlegungen dagegen, die Villa der Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Nein, sagt Gemeinderat Robert Odermatt auf Anfrage: «Der Einwohnerrat hat schon zweimal eine öffentliche Nutzung abgelehnt. Der Gemeinderat respektiert diese Haltung.» So hat auch die FDP, aus deren ­Reihen die erwähnte Motion stammt, 2016 gegen eine öffentliche Nutzung gestimmt und später ihre Meinung geändert.

Für FDP-Fraktionschef Jürg Biese ist das Thema noch nicht vom Tisch. Die finanziellen Folgen seien noch schwierig abzuschätzen. «Eine öffentliche Nutzung im Erdgeschoss der Villa würde auch Einnahmen bringen – eine Schätzung dazu ist im Bericht aber nicht enthalten.» Ausserdem wolle die Gemeinde die Anlegestelle beim Bootshaus so erweitern, dass auch grössere Schiffe dort halten können. Damit soll das Haus am See, das rund 60 Mal pro Jahr für Hochzeiten genutzt wird, attraktiver werden. Biese: «Für grössere Gesellschaften ist das Haus jedoch zu klein, da würde sich die Villa anbieten.»

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