Horw will Freiwilligenarbeit gezielt fördern

In Horw werden jährlich über 100'000 Stunden an unbezahlter, freiwilliger Arbeit geleistet. Diese Zahl hat Horw anlässlich des Europäischen Jahres der Freiwilligenarbeit errechnet.

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«Engagiert freiwillig», die Horwerin Ramona Widmer mit dem offiziellen Logo des Europäischen Freiwilligenjahres 2011. (Bild: PD)

«Engagiert freiwillig», die Horwerin Ramona Widmer mit dem offiziellen Logo des Europäischen Freiwilligenjahres 2011. (Bild: PD)

«Ohne Freiwilligenarbeit würde das soziale, das gemeinschaftliche Leben zusammenbrechen», sagt Gemeinderat Oskar Mathis. Und so wie Horw sei jede andere Gemeinde auf das freiwillige Engagement von vielen Bürgerinnen und Bürgern angewiesen.

Im Rahmen des Europäischen Jahrs der Freiwilligenarbeit hat Horw genauer berechnet, was das alles in Stunden heisst. Das Resultat: In der katholischen Pfarrei werden monatlich rund 4400 Arbeitsstunden freiwillig geleistet. Dies entspricht über 50'000 Stunden pro Jahr und bei einem Stundenansatz von 20 Franken würde man damit auf einen Betrag von einer Million Franken kommen. Dabei ist dies «nur» die Pfarrei. Dazu kommen Vereine und Organisationen wie beispielsweise dieSterbebegleitungsgruppe (250 Stunden), die Ludothek (1500 Stunden), die Frauengemeinschaft (800 Stunden) oder das Wohnhaus Brändi Horw (450 Stunden).

Mindestens in der gleichen Grössenordnung fallen die freiwilligen Stunden im Sport- und Freizeitbereich an. Allein beim FC Horw sind es 15'000 Stunden. Freiwilligenarbeit wird aber auch in der Kultur und in der Politik, insbesondere bei den Parteien, geleistet. Alles in allem kommt der Horwer Sozialvorsteher auf «mindestens 100'000 Stunden, die jährlich innerhalb der Gemeindegrenze geleistet werden».

Arbeitsgruppe gebildet

In Horw soll die Freiwilligenarbeit gezielt gefördert werden. «Wir wollen den Freiwilligen unsere Wertschätzung entgegenbringen und noch mehr Leute dazu motivieren», sagt Oskar Mathis. Deshalb hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, um gegenseitig Erfahrungen auszutauschen und allfällige gemeinsame Massnahmen zu ergreifen. In der Arbeitsgruppe sind die Einwohnergemeinde, die Kirchgemeinden, die Stiftung Brändi, die Frauengemeinschaft, die Stiftung SSBL, die Fachstelle Sehbehinderte, das Heim Kirchfeld und die Begleitgruppe für schwerkranke und sterbende Menschen vertreten.

pd/zim