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Horw wird im Zentrum ein bisschen grüner

Am 26. September wird gleich neben dem Bahnhof der Ziegeleipark eröffnet. Er soll ein Gegenstück bilden zur städtischen Überbauung auf der anderen Seite der Gleise.
Stefan Dähler
Der Steinibach wurde verlegt und hat mehr Platz erhalten. (Bild: PD)Der Steinibach wurde verlegt und hat mehr Platz erhalten. (Bild: PD)
Der Park ist eröffnet: der Horwer Gemeinderat Thomas Zemp und der Krienser Stadtpräsident Cyril Wiget (rechts) eröffnen den Park. (Bild: PD)Der Park ist eröffnet: der Horwer Gemeinderat Thomas Zemp und der Krienser Stadtpräsident Cyril Wiget (rechts) eröffnen den Park. (Bild: PD)
Die im Bau befindlichen rund 100 Mietwohnungen. (Bild: PD)Die im Bau befindlichen rund 100 Mietwohnungen. (Bild: PD)
Der Velostreifen entlang der Eisenbahn. (Bild: PD)Der Velostreifen entlang der Eisenbahn. (Bild: PD)
Blick in den Ziegeleipark in Horw. (Bild: PD)Blick in den Ziegeleipark in Horw. (Bild: PD)
Der Park ist rund 7000 Quadratmeter gross. (Bild: PD)Der Park ist rund 7000 Quadratmeter gross. (Bild: PD)
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Ziegeleipark in Horw eröffnet

Noch herrscht reger Baustellenbetrieb rund um den Horwer Bahnhof. Westlich davon entsteht auf dem alten Areal der AGZ-Ziegeleien AG in den nächsten Jahren eine neue Überbauung mit total rund 300 Wohnungen. Doch bereits in wenigen Tagen, am 26. September, wird die erste Eröffnung gefeiert. Und zwar jene des Ziegeleiparks, ein rund 7000 Quadratmeter grosses Stadtpärkli. Dieses wurde seit Juni 2018 erstellt und befindet sich auf ehemaligen Parzellen der AGZ, die im Vorfeld in einem Landtausch an die Gemeinde und den Kanton übertragen wurden.

Das Projekt umfasste neben der Verlegung des Steinibachs und der Erstellung des Parks diverse Arbeiten an Infrastrukturleitungen. Die Kosten wurden hauptsächlich von der privaten Bauherrschaft, bestehend aus der AGZ und der Immobilien-Anlagestiftung Turidomus, übernommen, die keine Zahlen bekannt gibt. Die Gemeinde Horw leistet einen pauschalen Kostenbeitrag von 210'000 Franken, wie Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP) auf Anfrage mitteilt. Weiter beteiligt diese sich zu 35 Prozent an den Fuss- und Velowegen entlang des Steini- und Schlimbachs. Zemp schätzt diesen Beitrag auf rund 100'000 Franken.

Steinibach wurde aufgewertet

Im Zentrum des Parks steht der Steinibach, der nicht nur verlegt, sondern auch renaturiert worden ist. «Dieser verlief zuvor entlang der Ringstrasse in einem sehr engen Profil, er war nahezu kanalisiert und kaum wahrnehmbar», sagt Dominik Bueckers vom Zürcher Landschaftsarchitekturbüro Studio Vulkan. «Der Park ist aus unserer Sicht sehr wichtig für das Gesamtbild der Gemeinde: Östlich des Bahnhofs entsteht ein urbanes Zentrum, westlich ein grünes Quartier mit einem neuen Park – damit sind beide Elemente im Dorfzentrum enthalten».

Durch den Park führt ein neuer öffentlichen Fuss- und Veloweg. Er diene auch als wichtige weiträumige Vernetzung zwischen dem Bahnhof, Horwer und Krienser Quartieren bis hin zum See. Kinder dürfen auf den Kiesflächen im Uferbereich spielen, weiter sollen der Bach und die Bäume im Sommerhalbjahr eine kühlende und erholsame Umgebung bieten. «Auf künstliche Gestaltungselemente wurde zu Gunsten einer üppigen Begrünung, einer naturnahen Gestaltung und möglichst viel Gewässerraum verzichtet», so Bueckers weiter.

Dass die Grünflächen vor der Überbauung realisiert werden, ist ungewöhnlich. Bueckers:

«Es war der Wunsch der Bauherrschaft, den Freiraum als Mehrwert für das Quartier möglichst früh zu realisieren.»

Es sei bewusst viel in eine attraktive Umgebung investiert worden. Zumal es einige Jahre dauern wird, bis der Park seine volle Wirkung entfalten kann. Die gepflanzten Eichen, Pappeln oder Weiden müssen zuerst noch wachsen.

100 Mietwohnungen sind im Bau

Neben dem Park derzeit im Bau befinden sich drei Gebäude mit total rund 100 Mietwohnungen, die der AGZ gehören. Die Eröffnung ist im Winter 2020/21 vorgesehen. Zwei weitere Gebäude an der Ringstrasse mit total rund 200 Mietwohnungen werden in einer zweiten Etappe bis 2022 von der Anlagestiftung Turidomus realisiert. Hier sehen Sie einen Plan der Überbauung rund um den Ziegeleipark:

In Zeiten des grossen Wohnungsangebots werde der Park für potenzielle Bewohner ein gewichtiges Argument für einen Zuzug sein, so Tobias Rotermund, Vertreter der Bauherrschaft. Das Quartier befinde sich an zentralster Lage und biete dennoch ein naturnahes und ruhiges Umfeld. «Sie soll das dichte Zentrum auf der anderen Seite des Bahnhofs nicht konkurrieren. Wir sprechen mit der grünen und sehr naturnahen Umgebung ganz andere Zielgruppen an», sagt Rotermund. «Es wird einige Lokale für die Quartierversorgung geben, vielleicht einen Coiffeur oder einen Gastrobetrieb, aber keine grösseren Einkaufsläden.» Vorgesehen sei eine durchmischte Mieterschaft mit Jung und Alt, Einzelpersonen und Familien.

Die Siedlung soll künftig noch weiterwachsen. Geplant ist langfristig, das ehemalige Ziegeleigebäude abzureissen und ebenfalls neu zu überbauen. Der Zeitplan für die nächste Etappe ist jedoch noch nicht bekannt. Dasselbe gilt auch für die Zukunft des alten Seilbahngebäudes, von dem aus das ehemalige Lehm-Abbaugebiet am Pilatushang erschlossen wurde.

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