Kommentar

Horwer Gemeinderats-Ersatzwahl: Die FDP versalzt der SVP die Suppe

Mit einer politisch unerfahrenen Kandidatin bringt die FDP die SVP und ihren politisch erfahrenen Kandidaten bei den Gemeinderats-Ersatzwahlen arg in Bedrängnis, schreibt Redaktor Roman Hodel in seinem Kommentar. 

Roman Hodel
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Roman Hodel, Redaktor Stadt/Region.

Roman Hodel, Redaktor Stadt/Region.

Für die Horwer SVP war der Wahlsonntag ein herber Dämpfer. Ihr Kandidat Oliver Imfeld verpasste das absolute Mehr um über 200 Stimmen. Das ist viel für einen, der seit vier Jahren im Einwohnerrat politisiert und erst noch in der kantonalen Parteileitung vertreten ist. Vor allem wenn man bedenkt, wer ihm die Stimmen abgeluchst hat: Eine Frau, die politisch völlig unerfahren ist, und von der FDP quasi aus dem Hut gezaubert wurde: Francesca Schoch.

Das Resultat zeigt einmal mehr: Bei Exekutivwahlen hat die SVP einen schweren Stand. Obschon ihr der Sitz laut Wählerstärke zustehen würde. Da wählen viele lieber jemanden ohne politischen Leistungsausweis, Hauptsache keinen SVPler.

Der FDP muss man zugutehalten, dass sie einen Wahlgang überhaupt erst möglich machte. Dieser bescherte Claudia Röösli von der L20 ein Top-Resultat, auf das sie stolz sein kann. Die Liberalen haben damit ihr Ziel «faire und transparente» Wahlen erreicht. Eigentlich. Doch mit dem zweiten Wahlgang zeigt sich nun – die FDP will mehr. Nicht nur Transparenz, sondern auch den zweiten Sitz. Am 23. Juni wird sich zeigen, ob die Horwer dies auch so sehen.