Kommentar

Horwer Gemeinderatswahlen: Der zweite Wahlgang wird spannend 

Jörg Stalder muss in den zweiten Wahlgang. Aber er hat gute Chancen, zumal seine L20 im Hoch ist. Will SVP-Herausforderin Astrid David Müller ihm den Sitz abluchsen, braucht sie nun den Support aller Bürgerlichen.

Roman Hodel
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Roman Hodel.

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Das war knapp! Nur 21 Stimmen fehlten – und Jörg Stalder wäre als Immobilien- und Sicherheitsvorsteher wiedergewählt worden. Für den L20er ist es bitter, denn im zweiten Wahlgang wird er sich vermutlich wärmer anziehen müssen.

Zwar gibt es gute Gründe, wieso die Horwer ihm dann ebenfalls ihre Stimme geben werden: Stalder hat im ersten halben Jahr gute Arbeit in seinem Departement geleistet, insbesondere auch in den vergangenen Tagen als Pandemie-Verantwortlicher der Gemeinde. Zudem kann die L20 ihr Argument von der Wählerstärke nun noch mehr ausspielen: Die Partei stellt erstmals einen Drittel aller Einwohnerräte – so viele waren es in der 30-jährigen Geschichte der Partei noch selten.

Andererseits hat die SVP mit Blick auf die Konkordanz trotz Sitzverlust immer noch Anrecht auf einen Gemeinderatssitz. Spannend wird nun sein, wie sich die anderen bürgerlichen Parteien verhalten. Sie, die ja nun ihre Schäfchen im Trockenen haben. Konsequenterweise müssten sie im zweiten Wahlgang die SVP-Kandidatin Astrid David Müller zur Wahl empfehlen. Insbesondere die CVP, welche die als Einwohnerrätin gewählte Politikerin bereits 2019 bei der Ersatzwahl ins Spiel gebracht hatte.

Wobei die CVP sich damit dereinst ins eigene Fleisch schneiden könnte. Denn laut neuer Sitzverteilung im Parlament ist die Partei im Gemeinderat mit zwei Sitzen künftig übervertreten. Dies dürfte spätestens bei den nächsten Gesamterneuerungswahlen zum Thema werden.

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