Horwer Gemeinderatswahlen: Die CVP bringt eine neue SVP-Kandidatin ins Spiel

Weil die CVP mit dem offiziellen SVP-Kandidaten Oliver Imfeld nicht zufrieden ist, empfiehlt die Partei nun Astrid David Müller zur Wahl. Diese reagiert überrascht.

Stefan Dähler
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Astrid David Müller. (Bild: PD)

Astrid David Müller. (Bild: PD)

Offiziell kandidieren Francesca Schoch (FDP), Oliver Imfeld (SVP) und Jörg Stalder (L20) für den freien Sitz im Horwer Gemeinderat – die Ersatzwahl findet am 23. Juni statt. Nun bringt die CVP aber einen weiteren Namen ins Spiel. Sie empfiehlt die ehemalige Einwohnerrätin Astrid David Müller (SVP) zur Wahl, wie die CVP am Sonntagabend mitteilte.

«Eigentlich würden wir gerne die Konkordanz wahren», sagt CVP-Fraktionschef Roger Eichmann auf Anfrage. Dafür müsste die SVP den Sitz des zurücktretenden Gemeinderats Robert Odermatt verteidigen. Doch der offizielle Kandidat Oliver Imfeld überzeugt die Partei nicht. Er stehe zu weit rechts und scheint der CVP zu wenig lösungsorientiert, so Eichmann. Die Juristin Astrid David Müller dagegen habe man während ihrer Zeit im Horwer Einwohnerrat als «kompetente und lösungsorientierte Person» erlebt, heisst es in der Medienmitteilung. Und weiter:

«Ihre Kandidatur hätte auf breite Unterstützung zählen können.»

Doch die SVP habe «diese Chance nicht wahrgenommen».

Astrid David Müller ist zwar bei der Gemeinde nicht als offizielle Kandidatin gemeldet worden, doch gewählt werden kann jede in Horw wohnhafte, stimmberechtigte Person, so Eichmann. Man müsse ihren Namen aber auf die Blankoliste schreiben, weil dieser nicht auf den von der Gemeinde vorgedruckten Listen zu finden ist.

Astrid David Müller selbst wurde am Sonntagabend von der CVP-Empfehlung überrascht, wie sie auf Anfrage sagte. Eine Stellungnahme wollte sie noch nicht abgeben.