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HOTEL SCHWEIZERHOF: «Hier ist die wahre Fasnacht»

Fasnacht ist nicht nur etwas für die ganz Jungen. Auch Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ab 30 Jahren aufwärts können ganz schön Stimmung machen.
Vampirgruppe am Luzerner Fasnachtsball. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Vampirgruppe am Luzerner Fasnachtsball. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der Andrang war gross. Rund 600 Maskierte und Verkleidete fanden am Samstagabend den Weg ins Hotel Schweizerhof zum Luzerner Fasnachtsball. Dieser findet seit 2004 alle zwei Jahre statt. Von anderen Fasnachtsbällen, bei denen sich vorwiegend die ganz Jungen austoben, hebt sich der Luzerner Fasnachtsball bewusst ab. «Er spricht primär die Fasnächtler im Alter von 30 Jahren an aufwärts an», sagt OK-Mitglied Urs Märchy. «Das hier ist die wahre Fasnacht», sagt er. Und: «Hier wird noch richtig Fasnacht gemacht. Für mich hat Fasnacht halt nichts mit Saufen und Seitensprüngen zu tun.»

«Rüüdige Stimmung»
Das Rahmenprogramm des vierten Luzerner Fasnachtballs ist gemütlich. Zuerst können die Gäste im Schweizerhof essen; später werden sie mit diversen Guuggenmusigen und Kleinformationen unterhalten. Ganz sicher nicht zu kurz kommt aber auch die Party. «Die Stimmung hier ist einfach rüüdig, und man hat viel Spass mit den verschiedensten Leuten», sagt Magdalena Ritz (43) aus St. Niklausen. Sie und Mario Hunkeler (42), ebenfalls aus St. Niklausen, sind als Floristen verkleidet an den Ball gekommen. «Wir haben erfahren, dass die Floristin des Schweizerhofs in den Ferien ist. Da wollten wir einspringen», lachen die beiden. Doch am Schmutzigen Donnerstag wollen sie nicht in dieser Verkleidung erscheinen. «Das Sujet bleibt unser Geheimnis», so Mario Hunkeler.

Die Maskierungen am Ball sind eine Augenweide. Vom grossen Löwen über Bergsteiger bis zur Nachtwandlerin im weissen Nachthemd mit Kerze ist alles zu sehen. Urs Märchy geniesst es sichtlich. «Dieser Ball ist ein wenig mein Kind», sagt er. Seit 2004, als die erste Ausgabe des Luzerner Fasnachtballs stattfand, ist er im OK dabei. Für ihn heisst Fasnacht einfach anders sein. «Einmal im Jahr in eine andere Rolle schlüpfen. Das macht für mich den Reiz der Fasnacht aus.» Für ihn sei die Fasnacht die fünfte Jahreszeit, mit der er seit seiner Kindheit vertraut sei. Märchy: «Entweder man hat diesen Fasnachtsvirus, oder man hat ihn nicht.»

Feiern bis in die Morgenstunden
Nach der Guuggenmusig Nölli Grötze spielen kurz vor Mitternacht auch noch die Leuechotzeler. Die 50-köpfige Guuggenmusig heizt den Besuchern nochmals richtig ein. Nachher folgen die Kleinformationen. «Hier sind viele, die gerne tanzen und einen gemütlichen Abend verbringen wollen», sagt Urs Märchy. So erobern die maskierten Besucher denn auch die Tanzfläche im Schweizerhof und feiern noch lange bis in die Morgenstunden.

Sara Häusermann

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