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Die Hotelfachschule zieht beim Schweizerhof ein

Weil das Neubau-Projekt der Schweizerischen Hotelfachschule blockiert ist, muss diese anderweitig zu mehr Platz kommen. Neben einem Umbau mietet sie für fünf Jahre Schulräume beim Schweizerhof an. Dafür investiert sie total vier Millionen Franken.
Natalie Ehrenzweig
Hier im Annexbau des Schweizerhofs übernimmt die SHL für fünf Jahre Räume der Migros-Klubschule. (Archivbild: LZ)

Hier im Annexbau des Schweizerhofs übernimmt die SHL für fünf Jahre Räume der Migros-Klubschule. (Archivbild: LZ)

Die Schweizerische Hotelfachschule (SHL) an der Adligenswilerstrasse wächst und braucht deshalb mehr Platz. Weil das Neubauprojekt nach einem Gerichtsentscheid aber sistiert ist und der Schulbetrieb trotz enger Platzverhältnisse aufrechterhalten werden muss, plant die SHL dort nun vorerst einen Umbau (wir berichteten).

Unter anderem verdoppelt die SHL im Sommer die Kücheninfrastruktur. «Damit können wir neu einen kleinen A-la-Carte-Bereich und ein Buffet anbieten. Es war uns wichtig, dass wir den Küchen- und Restaurationsbereich vergrössern können, statt einen zweiten Bereich aufzubauen», sagt Direktorin Christa Augsburger. Im Zuge dieser Vergrösserungen fallen aber einige Büros weg. Zudem werden bestehende Klassenzimmer zusammengelegt.

Die verlorene Fläche wird im neuen «City Campus» kompensiert. «Für die nächsten fünf Jahre haben wir den obersten Stock, genau 631 Quadratmeter, im Annexbau Schweizerhof gemietet», so Augsburger. «Wir sind mit der Übergangslösung happy.» Der zweite Campus sei vom Hauptstandort in zehn Minuten zu Fuss erreichbar – so könnten die Studierenden trotzdem in der Schule zu Mittag essen. Die Studierenden würden den Tapetenwechsel allenfalls sogar begrüssen.

Neue Einrichtung und Schliesssysteme

Parallel zu den neuen Schulräumlichkeiten, die ab April im Stil der SHL eingerichtet werden, erfährt das Wohnhaus eine sanfte Renovation. Christa Augsburger: «Die Möblierung, die sanitären Einrichtungen, die Gänge und das Schliesssystem werden saniert und die feuerpolizeilichen Auflagen erfüllt. So bieten wir den Studierenden dann von einfachen Zimmern bis zu höherem Standard verschiedene Zimmerkategorien an.» Es bleiben knapp 90 Wohneinheiten.

Dieses Wohnhaus der SHL erfährt eine sanfte Renovation. Eigentlich will es die Schule abreissen und durch einen Neubau ersetzen. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern 16. Februar 2018)

Dieses Wohnhaus der SHL erfährt eine sanfte Renovation. Eigentlich will es die Schule abreissen und durch einen Neubau ersetzen. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern 16. Februar 2018)

Die Umbauzeit ist von Ende Juni bis Ende August vorgesehen – das neue Semester beginnt am 2. September. Der Küchenumbau allein ist mit 900'000 Franken budgetiert, insgesamt beträgt das Budget vier Millionen Franken. Trotz Umbau und City Campus betont Augsburger:

«Ganz vom Tisch ist der Wegzug noch nicht.»

Diesen hatte sie vor einem Jahr ins Spiel gebracht, als das Kantonsgericht die Baubewilligung für den Neubau aufgehoben hatte. Sie sagt: «Wir möchten sehr gern hier bleiben.» Sollte die Revision der Bauzonenordnung (BZO) so ausfallen, dass die SHL ihren Neubau nicht ihren Bedürfnissen entsprechend auf dem eigenen Grundstück realisieren könne, müsse die SHL eine Lösung finden. «Wir möchten sehr gern hier bleiben», betont sie.

Doch bis diese Revision durch ist, dauere es nach Auskunft der Stadt Luzern mindestens bis 2021. «So lange können wir aber nicht untätig bleiben. Aus verschiedenen Gründen brauchen wir jetzt mehr Platz», so Christa Augsburger. Seit 110 Jahren stehe die SHL für eine flexible, praxisnahe Ausbildung. Sie sagt:

«Das führt dazu, dass die Wartezeit bis zu drei Jahren beträgt, bis das Studium angetreten werden kann. Auch der flexible Wiedereintritt, etwa nach einem längeren Praktikum, wird durch den Platzmangel verzögert.»

Weiter werde die SHL immer öfter von branchenfernen Firmen für Beratungen und Ausbildungen angefragt, sagt Timo Albiez, stellvertretender Direktor. «Zum Beispiel von Luxusautomarken oder Banken – diese wollen, dass wir das Personal schulen. »

Trotz Bachelor keine Hochschul-Ambitionen

Im September lanciert die SHL zusätzlich einen englischen Abschluss «Bachelor of Science in Hospitality Management» in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern. Doch ein Wandel der SHL, die heute eine höhere Fachschule ist, zur Hochschule strebt Augsburger nicht an. «Wir sind überzeugt von der praxisnahen Ausrichtung unserer Schule und möchten diese nicht weiter akademisieren», betont sie. Die Durchlässigkeit sei mit dem Bachelor-Abschluss gewährleistet.

Hinweis: Am kommenden Mittwoch findet der SHL-Karrieretag statt, an dem sich über 30 Unternehmen aus der Hotellerie und Gastronomie in der SHL treffen. Die Teilnahme steht allen offen und ist kostenlos. Anmeldung: www.shl.ch/events.

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