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HOTELLERIE: Touristen entdecken die Luzerner Landschaft

Für die meisten Luzerner Tourismusgebiete zeigten die Logiernachtzahlen im letzten Jahr deutlich nach oben. Die Region Sempachersee verzeichnete gar einen Rekord. Die Tourismusvertreter suchen Gründe und stecken sich neue Ziele.
Roseline Troxler
Die Region um den Sempachersee lockt immer mehr Leute an. (Bild: Corinne Glanzmann (Sempach, 20. Juni 2017))

Die Region um den Sempachersee lockt immer mehr Leute an. (Bild: Corinne Glanzmann (Sempach, 20. Juni 2017))

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

Die neuesten Zahlen der Logiernächte lesen sich für die Verantwortlichen von Sempachersee Tourismus mit besonderer Freude. Die Region hat im Jahr 2017 192 891 Übernachtungen registriert. Dies ist Rekord. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die fünfzehn Gemeinden um den Sempachersee und die Region Sursee ein Plus von 8,5 Prozent. In diesen Zahlen enthalten sind Hotelübernachtungen, zum Teil aber auch solche in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen.

Peter Regli, Geschäftsführer von Sempachersee Tourismus, hat nicht mit diesem Ergebnis gerechnet, sagt aber: «Ein paar Häuser haben sehr gute Resultate erzielt.» Dies war im Vorjahr anders, als sich zeitgleich mehrere Hotels im Umbau befanden. Am meisten Übernachtungen zählte in der Region der TCS Camping in Sempach (45 275 Übernachtungen), aber auch das Hotel Sempachersee in Nottwil und das Holiday Inn in Neuenkirch wiesen rund 25 000 Logiernächte auf.

Gäste sollen länger in der Region bleiben

Nebst dem Erfolg der einzelnen Betriebe führt Peter Regli den Anstieg auch auf die neue Strategie zurück. So rückte Sempachersee Tourismus näher an Luzern Tourismus. «Dieser Schritt trägt nun Früchte.» Zur neuen Strategie gehört auch, dass die Tourismusorganisationen vermehrt auf Medienreisen setzen, also Journalisten oder Blogger in die Regionen einladen.

Obwohl Sempachersee Tourismus einen Rekord verzeichnen konnte, war die Zunahme der Logiernächte in einer anderen Region im Bereich der Hotellerie noch stärker. In der Region Willisau stieg die Anzahl Übernachtungen um 11,4 Prozent auf knapp 30 000. Dazu sagt Corinne Müller, Geschäftsführerin von Willisau Tourismus: «Die Zahlen sind zwar erfreulich und stimmen positiv.» Gleichzeitig räumt sie ein: «Wir haben immer noch viel Potenzial, Gäste zu uns in die Region zu bringen und die Aufenthaltsdauer zu verlängern.» Anders als in Sempach werden die Übernachtungen in der Parahotellerie in der Region Willisau erst ab diesem Jahr erfasst. Dazu zählen Ferienwohnungen, Bed & Breakfast oder Schlafen im Stroh.

Luzern Tourismus strebt bessere Verteilung an

In der Stadt Luzern sind die Logiernächte 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent gestiegen (ebenfalls ohne Parahotellerie). «Die Entwicklung und die Zahlen 2017 sind sehr erfreulich», sagt Sibylle Gerardi, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Luzern Tourismus. «Positiv ist auch, dass wir in allen Kontinenten konstant blieben oder zulegen konnten.» Neue Tendenzen bezüglich Märkten kann Gerardi derzeit noch nicht ausmachen. «Schweiz Tourismus ist aber daran, zum Beispiel verstärkt den Markt Iran zu bearbeiten. Generell möchten wir in den asiatischen Märkten auch vermehrt Individualgäste für Luzern begeistern.» Gleichzeitig betont sie, wie wichtig es sei, auch bestehende Märkte weiter zu bearbeiten. Luzern Tourismus setzt laut Gerardi wie seit einigen Jahren schon auf eine Qualitätsstrategie: «Wir wollen nicht primär mehr Touristen, sondern vor allem eine bessere Verteilung übers Jahr sowie eine längere Aufenthaltsdauer und somit mehr Wertschöpfung.»

Leicht gestiegen ist die Zahl der Logiernächte auch in der Region Weggis, Vitznau und Rigi – und zwar um 2,4 Prozent. So zählt die Region nun knapp 300 000 Übernachtungen pro Jahr. Die Tourismusregion ist mit der Entwicklung «sehr zufrieden», wie es auf Anfrage heisst.

Konstant geblieben ist die Zahl der Logiernächte im Seetal. Auf der Luzerner Seite wurden im vergangenen Jahr 10 960 Logiernächte verzeichnet.

«Glauben an den Schnee ging verloren»

Weniger erfreulich war die Entwicklung der Logiernachtzahlen in Flühli und Sörenberg. Die dortige Tourismusdirektorin, Carolina Rüegg sagt: «Wir haben bei den Übernachtungen rund drei Prozent eingebüsst. Dies schmerzt uns als kleinen Tourismusort, auch wenn andere deutlich mehr Einbussen haben.» Rüegg führt den Rückgang auf die schlechten Schneeverhältnisse der letzten drei Jahre zurück: «Die Leute haben den Glauben an den Schnee verloren.» Doch dies hat sich in diesem Winter geändert: «Zu Beginn war der Buchungsstand sehr schlecht. Doch der gute Schnee in dieser Saison hat dazu geführt, dass wir für den Dezember 2018 schon heute so viele Buchungen wie noch nie haben.» Erstmals seit Jahren stellt Rüegg fest, dass wieder mehr Ausländer Ferien in Sörenberg machen – vor allem aus dem süddeutschen Raum und Holland.

Noch grosses Potenzial sieht die Tourismusdirektorin im Sommer, wo sich die Sörenberg Card noch etablieren müsse. Damit können Hotelgäste und Mieter von Ferienwohnungen gratis die Bergbahnen benützen. Luft nach oben gibt es auch im aktuellen Ostergeschäft. «Alle wollen in den Süden, dabei fehlen uns die Gäste hier. Und die Schneeverhältnisse sind noch immer super.»

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