HOTELSANIERUNG: Studer: «Die Gütschbahn fährt sicher wieder»

Im Bauprojekt ist eine neue Bergstation vorgesehen, bei der Stadt Luzern glaubt man an die Zukunft der Gütschbahn. Der Busbetrieb hingegen hat kaum Perspektiven.

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Die Gütschbahn im Jahr 2001. (Bild Michael Würtenberg/Neue LZ)

Die Gütschbahn im Jahr 2001. (Bild Michael Würtenberg/Neue LZ)

Seit 21. April steht die Gütschbahn still. Die Hoffnung auf das Weiterleben der über 120-jährigen Standseilbahn erhält jetzt aber neue Nahrung: Im Siegerprojekt des geplanten Um-/ Ausbaus des Château Gütsch zum Boutique-Hotel mit 5-Sterne-Charakter ist der Neubau der Bergstation enthalten. Architekt Daniele Marques sagt: «Die Bahn ist damit zumindest geschützt, ob sie auch gerettet ist, kann ich nicht sagen.»

Gemäss den Hotel- und Bahnbesitzern ist die Zukunft der Gütschbahn noch offen. Markus Wassmer, Geschäftsführer der Gütsch Immobilien AG, sagt: «Die Bahn ist für den Hotelbetrieb nicht zwingend nötig. Wir verschliessen uns aber einer möglichen Wiederaufnahme des Betriebes keineswegs und werden dementsprechend auch das Gespräch mit den Stadtbehörden suchen.» Gespräche würden aber erst ab dem Zeitpunkt Sinn machen, an dem die genauen Dimensionen und Ausprägungen des Umbauprojekts feststehen. Das ist nicht vor Jahresende der Fall. Markus Wassmer: «Man wird Grundsatzentscheide fällen müssen. Etwa: Will man an der Standseilbahn festhalten oder soll es einen Schräglift wie im Hotel Montana geben? Soll die Bahn gewerbsmässig mit Fahrplan oder nur nach Bedarf verkehren?»

Gütsch als Naherholungsgebiet
Für Luzerns Stadtpräsident Urs W. Studer ist klar: «Die Gütschbahn fährt sicher wieder. Stadtregierung, Parlament und Bevölkerung wünschen das, darum bin ich zuversichtlich.» Studer kann derzeit zwar noch nicht sagen, wann dies der Fall sein wird, aber er signalisiert Verhandlungsbereitschaft: «Dass sich die Hotelbetreiber eine Beteiligung der Stadt wünschen, ist nachvollziehbar, zumal wir ja unbestritten ein Interesse am Bahnbetrieb haben. Man wird Lösungen finden müssen.» Die Bahn müsse aber idealerweise den Gütsch als Naherholungsgebiet erschliessen, «also auch dem Jogger in Sportbekleidung oder der Schülerschaft zur Verfügung stehen», so der Stadtpräsident.

Von Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.

Hommage an das Gütschbähnli: