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HTK Theater Kriens: Ihr grosser Traum ist ein Zeitungsartikel

Im neuen Stück des HTK Theater Kriens plagt eine reiche Hausherrin ihre Angestellten und hofft dennoch, sie schafft es als Wohltäterin auf die People-Seite der Lokalzeitung. Das Premierenpublikum konnte zwei Stunden durchlachen.
Yvonne Imbach
Schnappschuss von einer Probe des HTK Theater Kriens (von links): Erika Lüthi mit Hugo Müller, Samira Wicki und Yvonne Ascher beim neuen Lustspiel «Do chasch Gift druf näh!» (Bild: Yvonne Imbach (Kriens, 8. November 2018))

Schnappschuss von einer Probe des HTK Theater Kriens (von links): Erika Lüthi mit Hugo Müller, Samira Wicki und Yvonne Ascher beim neuen Lustspiel «Do chasch Gift druf näh!» (Bild: Yvonne Imbach (Kriens, 8. November 2018))

«Ein Aber gibt es in diesem Haushalt nicht», so lautet das Credo der Adelheid von Drachenberg, die ihre Angestellten herumscheucht und kritisiert, wo sie nur kann. Als sie ihren Koch fristlos entlässt, schmiedet dieser Rachegedanken. Ein Elixier soll «den Drachen» erst ausser Gefecht setzen – um danach als ein besserer Mensch wieder zu erwachen. Das neue Stück «Do chasch Gift druf näh!» scheint auf das Ensemble des HTK Theaters Kriens wie zugeschnitten. Jeder der neun Spielerinnen und Spieler brilliert in seiner Rolle. Die Identifikation mit den Rollen gelingt glaubwürdig.

In Kriens erstmals Regie führte Daniel von Rotz. Als Regieassistentin stand ihm Erika Häberli zur Seite, die jahrelang selbst auf der Krienser Bühne stand und so bei der Rollenzuteilung helfen konnte. «Ich kenne ja die Spielerinnen und Spieler bestens und wusste, welche Rolle zu wem am besten passte.»

«Ich liebe es, die Rolle des ‹Räfs› zu spielen»

In der Rolle als Adelheid von Drachenberg läuft Erika Lüthi zur Hochform auf. Als einsame Adelsdame hat sie nur ein Ziel: Sie will auf der Seite «Personen, Persönlichkeiten, Legenden» der Lokalzeitung ein Porträt über sich lesen. Dazu müsste sie aber als Wohltäterin in Erscheinung treten. Stattdessen keift, schimpft, demütigt und nervt die Hausherrin ihr Umfeld.

Dies sehr zum Vergnügen des johlenden Publikums. Erika Lüthi verriet nach der minutenlang herzlich beklatschten Premiere am Samstagabend: «Ich liebe es, die Rolle des ‹Räfs› zu spielen. Dass ich damit nicht die Sympathiepunkte der Zuschauer einheimse, nehme ich gerne in Kauf. Der Reiz an diesen Rollen ist für mich viel grösser, weil ich selbst einen ruhigen und gelassenen Charakter habe. Ich kann viel kreativer agieren.»

Mit 17 Jahren stand Erika Lüthi erstmals auf einer Laienbühne. «Das war in Giswil. Nach meiner Hochzeit trat ich 1971 dem Heimatschutztheater in meiner neuen Wohngemeinde Kriens bei.» Seither habe sie über vierzig Rollen gespielt, von der Lumpensammlerin über die Putzfrau bis zur Zicke.

«Das Lampenfieber wird weniger»

In diesem Jahr feierte Erika Lüthi ihren 70. Geburtstag. Was hat sich in diesen Jahren verändert? «Das Lampenfieber wird weniger, ich bin vor der Aufführung viel gelassener als früher, dafür benötige ich mehr Lernzeit, bis der Text sitzt.» Und in die Zeitung schafft sie es erst noch in doppelter Hinsicht: Einmal im Stück und einmal mit diesem Bericht. Wobei: Zeitungsreif ist das ganze Ensemble. Die Sprüche und gegenseitigen Foppereien flogen wie Tennisbälle durch den voll besetzten Schappe-Saal.

Hinweis: Weitere acht Aufführungen bis am 30. November, jeweils um 20 Uhr im Schappe-Saal Kriens. Tickets: Telefon 077 443 82 61 oder unter www.htk.ch

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