Hunde am Baldeggersee gefährdet

Eine eingeschleppte Zeckenart hat in den vergangenen Wochen vier Hunde mit einem gefährlichen Erreger infiziert. Hunde sollten das Südufer des Baldeggersees meiden.

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Eine Auwaldzecke. (Bild: pd)

Eine Auwaldzecke. (Bild: pd)

«Die Parasiten befallen die Blutkörperchen. Das Blut wird aufgelöst, was zum Tod führt, wenn dies nicht gestoppt werden kann», sagt Toni Eberli, Tierarzt aus Hochdorf, der zwei betroffene Hunde als Patienten hatte.

Die Auwaldzecken, die eine Malaria-ähnliche Krankheit übertragen, wurden vermutlich von einem Hund eingeschleppt, der längere Zeit in Ungarn verbrachte. Das Perfide an den Fällen beim Baldeggersee ist, dass alle Hunde gegen Zecken geschützt waren. Weil viele Parasitenmittel, die einen Angriff von Zecken verhindern sollen, auf Auwaldzecken nur eine mässige Wirkung haben, sollten Hunde das Südufer des Baldeggersees meiden.

Die Auwaldzecke ist grösser als unsere heimischen Zecken. Ein voll gesogenes Weibchen erreicht bis zu 16 Millimeter. Zudem sind sie robuster und fast das ganze Jahr aktiv. Das Tier hat sich bisher nur in wenigen Gebieten der Schweiz ausgebreitet, im Tessin und am den Genfersee. Für Menschen und andere Tiere ist die Auwaldzecke nicht gefährlich.

rgr / kst

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Neuen Luzerner Zeitung vom Mittwoch.</em>