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HUNDE: Bernhardiner sind die Stars bei den Kleinsten

Die Fondation Barry setzt sich für das Fortbestehen der Bernhardiner ein. Sie will Menschen für ihre Anliegen gewinnen so auch gestern in Luzern.
Die kleine Mara (2) möchte den Bernhardiner am liebsten mit nach Hause nehmen. Sie war gestern gemeinsam mit ihrer Mama Silvia Del Don bei der Aktion der Fondation Barry auf dem Kapellplatz in Luzern. (Bild Pius Amrein)

Die kleine Mara (2) möchte den Bernhardiner am liebsten mit nach Hause nehmen. Sie war gestern gemeinsam mit ihrer Mama Silvia Del Don bei der Aktion der Fondation Barry auf dem Kapellplatz in Luzern. (Bild Pius Amrein)

Die Bernhardiner-Stiftung Fondation Barry feiert ihr 10-jähriges Bestehen und zieht dafür mit einer Tournee durch die ganze Schweiz. Gestern machten sie auf dem Kapellplatz in der Stadt Luzern Halt. «Wir kümmern uns vor allem um die Zucht der Bernhardiner vom Grossen St. Bernhard, um so das Fortbestehen dieser Rasse zu gewährleisten», sagt Jasmine Aemmer von der Fondation Barry. Ein weiteres Anliegen der Stiftung ist der Einsatz der Hunde im Sozialwesen.

Ziel: Bekanntheit erhöhen

Mit den Veranstaltungen soll die Bekanntheit der Stiftung erhöht werden. Zudem sollen so viele Menschen wie möglich für das Anliegen der Stiftung sensibilisiert werden. 2007 hat die Non-Profit-Organisation mit den ersten Therapiehunde-Besuchen in Altersheimen angefangen. «Die Bernhardiner eignen sich ausgezeichnet für diese Aufgabe», sagt Aemmer. Deshalb wurden die Aktivitäten in diesem Bereich ausgebaut. Regelmässig besucht die Stiftung inzwischen über sieben Betagten- und Behindertenheime.

Hunde helfen Verhaltensauffälligen

Zudem organisiert die Fondation Barry Kinder- und Jugendlager in der Region des Grossen-Sankt-Bernhard-Passes. Die Idee dahinter: Die Bernhardiner helfen verhaltensauffälligen Kindern, ihr Kommunikationsverhalten zu verbessern. «Bei Teilnehmern mit einer körperlichen oder geistigen Einschränkung geht es primär darum, das Wohlbefinden zu steigern», sagt Aemmer.

Mit sieben Hunden war die Stiftung gestern in Luzern vertreten. Interessierte konnten sich am Stand über Hunde und Stiftung informieren lassen. Kinder durften die Hunde streicheln und ein kostenloses Erinnerungsfoto machen. Eine weitere Attraktion was das Hundezugwagen-Fahren für die Kleinen. Mara (2), Aline (6) und Sarah (6) freuten sich sichtlich über die Fahrt mit der Bernhardiner-Hündin Aveline (4) durch die Altstadt. Die zweijährige Mara sagte ihrem Mami Silvia Del Don sogar, dass sie einen Bernhardiner am liebsten mit nach Hause nehmen würde, um mit ihm im Bett zu kuscheln. Silvia Del Don ist selbst mit der Geschichte um den legendären Hund Barry aufgewachsen. «Mich hat das immer sehr berührt», sagt sie.

Ruhezeiten sind wichtig

Um die Bernhardiner nicht zu überfordern, richtete die Stiftung vor Ort einen Rückzugs- und Ruhebereich ein. «Nach zirka 15 bis 20 Minuten werden die Hunde vom Standbetrieb abgelöst und können pausieren. Das Wohlbefinden unserer Bernhardiner steht für uns an erster Stelle», sagt Aemmer.

Gemäss dem Schweizer Tierschutz (STS) ist das Ziehen von Wagen oder Schlitten durch geeignete Hunde in der Schweiz grundsätzlich erlaubt, solange die Tiere fit und gesund sind. «Die Bernhardiner von der Fondation Barry haben ihren Lebensraum zudem hoch oben im Gebirge, wodurch sie über eine gute Kondition verfügen dürften», sagt Julika Fitzi vom Schweizer Tierschutz. Wichtig sei, dass die Einsätze kurz sind, sich die Hunde ausruhen können und ihnen ein Rückzugsort zur Verfügung gestellt wird.

Weltweit älteste Zucht

Die gemeinnützige Fondation Barry ist im Januar 2005 gegründet worden. Nach der Gründung hat diese Stiftung die Zuchtstätte mit den berühmten Bernhardiner-Hunden vom geistlichen Orden der Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard übernommen. Seither ist die Stiftung Besitzerin der weltweit ältesten und bedeutendsten Zucht des Schweizer Nationalhundes. Die Non-Profit-Organisation besitzt gegenwärtig 25 Hündinnen und 7 Rüden. In der Zuchtstätte werden pro Jahr durchschnittlich 20 Welpen geboren.

Sarah Weissmann

«Barry on Tour» am 29. April auf dem Kornmarkt in Luzern. (Bild: Pius Amrein)

«Barry on Tour» am 29. April auf dem Kornmarkt in Luzern. (Bild: Pius Amrein)

Zieht einen Wagen voller Kinder durch die Luzerner Altstadt: Hündin Aveline auf Ausfahrt in der Kapellgasse. (Bild Pius Amrein)

Zieht einen Wagen voller Kinder durch die Luzerner Altstadt: Hündin Aveline auf Ausfahrt in der Kapellgasse. (Bild Pius Amrein)

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