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HUNDE: Grosse Hunde sind besonders beliebt

Auf der schweizerischen Datenbank Amicus sind seit Anfang Jahr alle Hunde registriert. Die Datenbank verrät viel über die Vierbeiner im Kanton.
Martina Odermatt
Labradore, wie die abgebildete Luna aus Sempach, gehören zu den beliebtesten Hunden der Luzerner. Bild: Corinne Glanzmann (Sempach, 24. Oktober 2016)

Labradore, wie die abgebildete Luna aus Sempach, gehören zu den beliebtesten Hunden der Luzerner. Bild: Corinne Glanzmann (Sempach, 24. Oktober 2016)

In der Stadt Luzern gibt es die meisten, in der Gemeinde Honau die wenigsten. Die Rede ist von Hunden. Dies geht aus der schweizerischen Datenbank Amicus hervor, bei der sich alle Hundehalter seit Anfang dieses Jahres registrieren müssen. Anhand dieser Datenbank kann man verschiedene Angaben über die Vierbeiner in der Schweiz und im Kanton Luzern herauslesen. So kann man beispielsweise die beliebtesten Hunderassen oder -namen eruieren oder herausfinden, welche Gemeinde wie viele Hunde aufweist. So sind schweizweit 552 877 Hunde gemeldet. Im Kanton sind es dann noch 20 465 Tiere.

Die Lieblingsrasse der Luzerner gibt es in Blond, Braun und Schwarz und sind mehrheitlich bei Familien zu Hause: der Labrador. Mit 1776 Tieren ist das mit Abstand die beliebteste Rasse der Luzerner. Der zweite Platz geht mit 1063 Tieren an den Appenzeller Sennenhund, dicht gefolgt vom Chihuahua mit 955 Hunden.

Dass der Labrador den ersten Rang belegt, erstaunt Christine Wyss, Tierärztin der Praxis VetTeam aus Willisau, nicht: «Labradore sind fröhlich, unkompliziert und menschenfreundlich. Der Labrador ist besonders für Familien geeignet.»

Chihuahua ist kein Stadtphänomen

Und trotzdem: Mit 955 Tieren gibt es auch auffällig viele kleine Chihuahuas, die im Kanton gehalten werden. Wer jetzt aber denkt, dass Chihuahuas ein Stadtphänomen sind, der irrt. Auch auf der Landschaft gibt es einige Exemplare, wie beispielsweise Adligenswil (13), Wolhusen (7) oder Willisau (40) zeigen. Für Wyss sind diese Hunde ein Trend: «Chihuahuas sind eine Moderasse, die tendenziell eher von jüngeren Menschen gehalten werden.» Es seien sehr kleine Hunde, welche auch noch in Minivarianten – sprich unter 2 Kilo – gezüchtet würden. «Diese sind dann gesundheitlich deutlich fragiler.»

Generell ist auffällig, dass auf den ersten fünf Rängen mehrheitlich grosse Hunde vertreten sind. Der Labrador wird bis zu 55 Zentimeter gross und 34 Kilogramm schwer. Der Appenzeller Sennenhund wird ungefähr gleich gross, aber bloss 30 Kilo schwer. Der Chihuahua wirkt dagegen wie ein Fliegengewicht: Mit einer Grösse von bis zu 20 Zentimetern und einem Gewicht von 1 bis 3 Kilogramm tanzt dieser Vierbeiner klar aus der Reihe, denn auch Mischlinge, die auf dem Platz vier stehen, sowie die auf Platz fünf vertretenen Golden Retriever sind eher gross. Wieso scheinen Luzerner grössere Hunde zu bevorzugen? Tierärztin Wyss hat eine Vermutung: «Besonders auf dem Land ist es immer noch Tradition, einen Hund auf dem Hof zu haben.»

Die Datenbank Amicus gibt auch Auskunft darüber, welche Gemeinde wie viele registrierte Hunde aufweist, und spaltet sie nach Rasse auf. Absoluter Spitzenreiter ist dabei die Stadt Luzern: Sie weist mit fast 2500 Hunden mit Abstand die meisten auf – stellt man das der Einwohnerzahl gegenüber, ist dies jedoch nur wenig überraschend. Hinter Luzern folgen in grossem Abstand mit 962 Hunden in Emmen und 900 Tieren in Kriens ebenfalls Gemeinden mit vielen Einwohnern. Sind also Städter die grösseren Hündeler? Keinesfalls. Rechnet man die Anzahl Hunde auf die Einwohnerzahl herunter, so rutschen diese drei Gemeinden weit nach hinten. Dann nämlich hat nur ungefähr jeder Dreissigste der Luzerner, Emmer oder Krienser einen Hund zu Hause. Andere Gemeinden überbieten dieses Resultat klar: In Ebersecken beispielsweise besitzt ungefähr jeder fünfte Bürger einen Hund: 82 registrierte Tiere kommen auf 401 Einwohner. Die Tierärztin erklärt sich diese hohe Zahl folgendermassen: «Eber­s­ecken ist eine sehr kleine Gemeinde, in der ausserdem noch eine Hundezucht beheimatet ist. Es gibt auch viele Bauernhöfe, bei denen der Hund noch eine Wachfunktion innehat.» In ländlichen Gebieten sei es zudem auch einfacher, den Auslauf des Hundes artgerecht zu gestalten, sagt Tierärztin Wyss.

Die Firma Identitas AG, welche die Datenbanken betreut, registriert auch andere Tiere, wie Katzen, Meerschweinchen oder Schildkröten. Sie werden in der Datenbank Anis registriert. Dies erfolgt jedoch auf Eigeninitiative, da nur die Registrierung von Hunden gesetzlich verpflichtend ist.

Martina Odermatt

Bild: Grafik LZ

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