Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HUNDEWIESE: Leinenpflicht in Parkanlagen: Stadtrat will Gesetz ändern

Die Stadtregierung verteidigt die geplanten Freilaufzonen – und will, dass der Kanton rechtlich Klarheit schafft.
Die Hunde Simba und Lotte spielen beim Churchill-Quai. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 23. Juli 2015))

Die Hunde Simba und Lotte spielen beim Churchill-Quai. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 23. Juli 2015))

Die Einführung einer Hundefreilaufzone am Churchill-Quai sorgt für hitzige Debatten (wir berichteten). Die CVP sah sich daher veranlasst, kritische Fragen an den Stadtrat zu richten. Die Antwort der Stadtregierung auf die CVP-Interpellation liegt jetzt vor. Darin räumt der Stadtrat ein, dass die kantonale Hundeverordnung eine Leinenpflicht in Parkanlagen vorsieht. Deshalb wollen Anwohner des Churchill-Quais mit einer Beschwerde beim Regierungsrat die Freilaufzone verhindern.

Doch der Stadtrat verteidigt die Freilaufzone, die als Pilotprojekt eingeführt werden soll. Dies, weil ja nur ein Teil der Churchill-Wiese davon betroffen sei. Zudem soll der künftige Freilaufbereich durch eine 1 Meter hohe Hecke von der restlichen Wiese getrennt werden. Dies, um sicherzustellen, dass die frei laufenden Hunde den vorgesehenen Bereich nicht verlassen. Zudem soll das Pilotprojekt überwacht werden – durch spezielle «Ranger» oder durch Mitglieder der SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention). Trotzdem räumt der Stadtrat ein, dass die Mehrheit der Anwohner mit dieser Lösung nicht einverstanden ist. So hätten die Anwohner unter anderem eine vollständige Umzäunung der Freilaufzone gewünscht.

Stadtrat verlangt Ausnahmeklausel

So oder so bleibt die Stadt mit der Freilaufzone wohl in einer rechtlichen Grauzone. Deshalb soll die Luzerner Kantonsregierung hier Klarheit schaffen – sei es als Antwort auf die erwähnte Beschwerde der Anwohner oder durch eine Anpassung der Hundeverordnung. Der Kanton soll eine Ausnahmeklausel definieren, wonach in gewissen Fällen von der Leinenpflicht in Parkanlagen abgewichen werden darf. Der Stadtrat stellt sich auf den Standpunkt, dass die Zahl der Hunde (heute knapp 2000) ständig zunehme. Das Tierschutzgesetz schreibe vor, dass Tiere genügend Bewegungsfreiheit brauchen. Angesichts der wachsenden Zahl der Hunde sei es daher unabdingbar, Freilaufzonen zu schaffen.

Bereits bestehend ist die Freilaufzone auf der Allmend. Neu soll neben dem Churchill-Quai auch ein Teil des Wagner-Parks (Tribschen) hinzukommen. Diese Plätze sollen vor allem Stadtluzerner Hundehaltern dienen. Der Stadtrat will mit den Nachbargemeinden das Gespräch suchen, damit diese ihre eigenen Freilaufzonen schaffen, um den «Hundetourismus» zu unterbinden.

(rk)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.