Ideen gesucht – der Stadtrat will Luzern mit Pop-Up Parks beleben

Der Stadtrat ermöglicht im Sommer erstmals sogenannte Pop-Up Parks. Vom 18. Juli bis 26. September können interessierte Quartierbewohner einen Parkplatz für vier Wochen zu einem Begegnungsort fürs Quartier umgestalten.

Drucken
Teilen

(sre) Der Stadtrat will die Quartierzentren als Begegnungsorte stärken. Ein Projekt, das er dazu gestartet hat, sind Pop-Up Parks. Der Begriff «Pop-Up» bedeutet auftauchen und wieder verschwinden. Wie die Stadt Luzern mitteilt, sollen Pop-Up Parks die Chance bieten, den öffentlichen Raum aktiv mitzugestalten und einen saisonalen Belebungspunkt im Wohn- und Quartierumfeld zu gestalten. In der Schweiz setzen Bern und Zürich seit zwei Jahren ähnliche Projekte um.

Ein Parkplatz wird zum Mini-Park: so stellt sich die Stadt Pop-Up Parks auf Parkplätzen vor.

Ein Parkplatz wird zum Mini-Park: so stellt sich die Stadt Pop-Up Parks auf Parkplätzen vor.

Bild: PD

Für Luzern hat man drei Typen von Pop-Up Parks definiert: einen Parkplatz für maximal vier Wochen umgestalten, ein leeres Grundstück oder einen Platz für eine Aufwertung einsetzen oder einen Strassenabschnitt temporär sperren und beleben. Der Stadtrat sei sehr daran interessiert, Erfahrungen mit solchen Parks zu sammeln und Grundlagen für die Verwaltung zu schaffen, damit sie langfristig implementiert werden können. Deshalb hat er die zweijährige Projektphase gestartet.

1000 Franken für die Umsetzung

Für 2020 wurde der Fokus in der Stadt Luzern auf die kleinsten Pop-Up Parks gesetzt. An acht Standorten können vom 18. Juli bis 26. September Parkplätze oder ähnliche Orte für einen Monat umgenutzt und als kleine Aufenthalts- und Belebungsräume gestaltet werden. Einer dieser Pop-Up Parks initiiert die Stadt Luzern im Spätsommer selber. Für sieben weitere seien dann die Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner gefragt. Ideen und Standortvorschläge können bis am 1. Juli bei der Stadt Luzern eingereicht werden.

Zentrale Kriterien bei der Auswahl bilden laut der Stadt Luzern der Mehrwert für das Quartier sowie die freie Zugänglichkeit für alle Personengruppen. Zudem dürfen keine kommerziellen oder politischen Zwecke mit den Pop-Up Parks verfolgt werden. «Der Pop-Up Park ist eine temporäre Einrichtung», schreibt die Stadt. Die Bewilligung pro Pop-Up Park gilt nur für einen Monat im Zeitraum vom 18. Juli bis 26. September. Für die Umsetzung der Konzepte stellt die Stadt je ein Kostenbeitrag von 1000 Franken zur Verfügung.

Öffentliche Räume sind aktuell noch wichtiger

«Es ist davon auszugehen, dass grosse Teile der Bevölkerung nicht in die Ferien fahren und den Sommer in der Stadt Luzern verbringen», heisst es in der Mitteilung der Stadt weiter. Der Stadtrat will deshalb neben der langfristig ausgelegten Lancierung der Pop-Up Parks weitere kurzfristige Aufwertungen im öffentlichen Raum ermöglichen. Die Situation rund um das Coronavirus habe gezeigt, wie wichtig die öffentlichen Räume gerade in einer solchen Krisenzeit sind. Um die Einhaltung der Schutzbestimmungen sicherzustellen, seien Naherholungsräume und Grünflächen deshalb noch wichtiger als gewohnt.

Weiter Informationen zur Anmeldung finden Sie unter: https://www.stadtluzern.ch/projekte/zentraleprojekte/26296

Mehr zum Thema