IG kritisiert Sparpolitik für Emmer Kunstraum Akku

Die Stiftung, die die Akku Kunstplattform in Emmen trägt, wird von Kulturschaffenden für ihre Sparpolitik kritisiert. Der Kunstraum könnte nachhaltig geschädigt werde, schreiben die in der IG Akku organisierten Kunstschaffenden in einem offenen Brief.

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Eine Ausstellung der HSLU Design und Kunst vom letzten Frühling. (Bild: Philipp Schmidli, Emmenbrücke, 29. März 2019)

Eine Ausstellung der HSLU Design und Kunst vom letzten Frühling. (Bild: Philipp Schmidli, Emmenbrücke, 29. März 2019)

(sda) Die Stiftung Akku Emmen hatte im Juli bekannt gegeben, dass sie der bei der Viscosi gelegenen Akku Kunstplattform für 2020 ein Sparprogramm verordne. Sie schränke das Veranstaltungsangebot aus finanziellen Gründen ein. Das Interesse an zeitgenössischer Kunst habe nachgelassen.

Nach Angaben der Stiftung konnte die Begeisterung der Emmer Bevölkerung für Akku nur teilweise geweckt werden, für Interessierte aus der Stadt und der Region sei der Kunstraum zu wenig zentral gelegen. Eine Arbeitsgruppe solle deswegen nach frischen Ideen und Perspektiven für die Kunstplattform suchen.

Die IG Akku ist mit dem Vorgehen der Stiftung nicht einverstanden. Eine Neuausrichtung des Kunstraumes dürfe nicht mit einem finanziellen Engpass begründet werden, heisst es in dem von hundert Personen unterzeichneten offenen Brief. Das angekündigte «Programm light» für 2020 könnte dem Kunstraum nachhaltig schaden. Emmen verdiene nicht nur eine Kulturinstitution, sie brauche auch eine.

Die Akku Kunstplattform gibt es seit 2008. Sie löste die Gemeindegalerie Gersag ab.

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