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Ihr Turm überragt am Luzerner Fest alle

Die Pfadi Musegg ist seit 2009 am Luzerner Fest mit einem grossen Holzturm präsent - und zieht damit die Blicke auf sich. Obwohl die Pfader für ihren Stand viel Aufwand betreiben, und damit nichts verdienen, lohne sich der Aufwand.
Ines Häfliger
Hier entsteht der riesige Holzturm beim Pavillon am See. (Bild: Pius Amrein, 29. Juni 2018.)

Hier entsteht der riesige Holzturm beim Pavillon am See. (Bild: Pius Amrein, 29. Juni 2018.)

Der Stand Pfadi Musegg Stand gehört genauso zum Luzerner Fest wie der Plakettenverkauf und das Gedränge in der Menge. Bis es im Jahr 2009 zum Zusammenschluss zwischen dem Luzerner Altstadtfest und dem Seenachtsfest kam, waren die Pfader bekannt für ihren Fajita-Plausch. Als ihr Stand 2009 von der Altstadt ans Seebecken verlegt wurde, musste ein neues Konzept her. Schnell war man sich einig: Ein Turm, der höher ist als die benachbarten Bäume, soll das neue Markenzeichen werden.

Ganz so einfach wie die Ideenfindung war die Umsetzung dann aber doch nicht. Zwar erstellen die Pfader auch in den Lagern Holzbauten. Doch der Untergrund sei dann ein anderer, erzählt Thomas Stadelmann, Kommunikationsverantwortlicher des OK-Teams. «Der Asphalt stellt uns jedes Jahr vor eine Herausforderung: Wir müssen präzise arbeiten und benötigen eine grössere Grundfläche», so der 39-Jährige. Glücklicherweise hätten einige Pfader dank ihrer Berufserfahrung als Liftbauer oder Schreiner die nötige Erfahrung. Und auch Platzmangel sollte kein Problem sein: 500 Quadratmeter stehen für den Feststand zur Verfügung.

Mehr als 12'000 Liter Getränke verkauft

Der dreistöckige Turm verfehlt seine Wirkung nicht: Jahr für Jahr zieht er die Blicke der Besucher auf sich. Damit diese auch am Stand verweilen, hat die Pfadi Musegg ihr Getränkesortiment erweitert. «Unsere Bar ist wahrscheinlich die grösste und umsatzstärkste am ganzen Luzerner Fest», meint Thomas Stadelmann. Vergangenes Jahr gingen mehr als 12'000 Liter Getränke über die Theke. Diverse Spiele und eine Schatzsuche sorgen dafür, dass es auch den jüngeren Besuchern nicht langweilig wird.

Hinter der Präsenz der Pfadi Musegg am Luzerner Fest steckt ein Riesenaufwand. Das OK-Team umfasst sechs Leute: Nebst dem Kommunikationsposten gibt es je einen Chefverantwortlichen für das Gelände, die Logistik, das Personal, die Finanzen sowie die Bar. Während den zwei Festtagen sind zirka 50 Pfader im Einsatz. «Einige Helfer sind 80 Jahre alt, andere erst 18-jährig», sagt Thomas Stadelmann, in der Pfadi auch als Revox bekannt.

Gewinn kommt Stiftung zugute

Was motiviert die Pfader, einen Stand am Luzerner Fest zu betreiben? Schliesslich fliesst der Gewinn nicht in ihre eigene Kasse, sondern kommt der Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» zugute. «Für uns ist das Luzerner Fest eher ein gesellschaftlicher Anlass als Arbeit. Es ist vor allem ein gemütliches Zusammensein; gemeinsam können wir in Erinnerungen schwelgen», sagt Stadelmann, der seit 27 Jahren begeisterter Pfader ist. Ob sich die Präsenz am Luzerner Fest positiv auf die Mitgliederzahlen auswirke, weiss er nicht: «Doch wir können sicher ein positives Bild von der Pfadi vermitteln.»

Vor allem wolle man der Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» etwas zurückgeben. 2014 konnte dank Spendengeldern ein neues Pfadiheim in Adligenswil gebaut werden. Die Mitarbeit am Luzerner Fest sei aber auch eine Investition in die Zukunft, meint Thomas Stadelmann schmunzelnd: «Vielleicht sind wir wieder einmal froh um einen Zustupf.»

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