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Ihre Fasnachtszeit läuft ab

Luzerns älteste Kleinformation Fortissimo startet am Donnerstag in ihre letzte Fasnacht. Dafür steht zum ersten Mal die Teilnahme am «Monster» auf dem Programm.
Die Kleinformation Fortissimo in ihrem Gründungsjahr 1973 beim Grendel. (Bild: pd)

Die Kleinformation Fortissimo in ihrem Gründungsjahr 1973 beim Grendel. (Bild: pd)

Das diesjährige Motto «Unsere Zeit ist abgelaufen» der Fortissimo klingt fast schon dramatisch. Zum Glück ist damit nur ihre aktive Fasnachtszeit gemeint. Passend zum 40-Jahr-Jubiläum wird das Motto mit einem Frack optisch umgesetzt. Und zum Abschied gibts eine Premiere: Erstmals nimmt die Kleinformation am Monstercorso teil und hat dafür sogar Grinden gebastelt. Am Fasnachtssamstag wird zudem ab 16.30 Uhr im Restaurant Havanna mit vielen Gastmusigen der Abschied zelebriert. Eine Abschlussparty im Juni beendet die Ära Fortissimo endgültig.

Fortissimo hatten bei der Gründung 1973 neun Mitglieder, heute sind es sechzehn, und mit Bassist Peter Joho (64), Perkussionist Aldo Policelli (66) und Posaunist Kurt Bauer (65) sind noch drei Gründungsmitglieder dabei. Peter Joho erklärt, wieso nach dieser Fasnacht Schluss ist: «Als wir uns 1973 gründeten, sagten wir uns, dass wir zusammen anfangen und zusammen Schluss machen wollen. Wir nahmen nie junge Mitglieder auf, um allfälligen Generationenkonflikten aus dem Weg zu gehen.» Entstanden ist eine Männergruppe, die auf eine tiefe Kameradschaft zählen darf. «Unser Bestreben war immer, ‹happy Sound› zu machen. Dabei ging es uns nie ums Geldverdienen. Wenn die Spesen gedeckt waren, spendeten wir auch für gute Zwecke», sagt Policelli.

Bei Russis Hochzeit gespielt

Vier Jahrzehnte Fortissimo bedeuten eine reiche Schatzkiste an schönen Erfahrungen. Was ist den beiden Musikern am meisten in Erinnerung geblieben? «Wir durften an der 1. Hochzeit von Bernhard Russi spielen. Auch bei den Fritschi-Spielen 2002 waren wir integriert. Auslandsauftritte in Italien, Frankreich und Deutschland waren schön. Und auch die CD-Taufe 2005!», blickt Joho zurück. Fortissimo schrieben es sich auf die Fahne, jedes Jahr dem Motto entsprechend auch neue musikalische Arrangements zu schreiben. Dafür verantwortlich waren Kurt Brawand und Karl Hauri. «Die mexikanischen Kostüme liessen wir einst extra einfliegen, die passen uns heute leider nicht mehr, so eng waren sie geschnitten», erinnert sich Policelli. Bis 2009 hatten sie in Peter Bachofer einen Dirigenten, dessen Markenzeichen als Taktstock das Rüebli war.

Bild: pd
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Fortissimos letzte aktive Fasnacht

Inzwischen gibt es unzählige Kleinformationen. Diese liegen Policelli so am Herzen, dass er vor elf Jahren das Kleinformationen-Treffen gegründet hat. Jeweils am Güdismontag geben im Hotel Schweizerhof ab 17 Uhr rund dreissig Kleinformationen ihr Stelldichein. Linus Jäck, Präsident der Vereinigte und selber Mitglied der Kleinformation Porco Fidelio und der Chrienser Chacheler Musig, bringt den Unterschied zu den Guuggenmusigen auf den Punkt. «Die Kleinformation kann spontan in die Beiz gehen, Hausmusik machen und ist mit den Gästen in Kontakt. Dafür läuft es mir eiskalt über den Rücken, wenn ich in der grossen Musig durch die Gassen ziehe und der Sound von den Hausmauern zurückhallt.»«Wir sagten uns, dass wir zusammen anfangen und zusammen Schluss machen wollen.»

Yvonne Imbach

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