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Ihre Masterarbeit an der PH Luzern zeigt, wie ein tierischer Lehrer das Schulklima verbessert

In diversen Therapieformen sind Tiere bewährte Helfer. Carmen Lebeda, Absolventin
der PH Luzern, untersuchte in ihrer Abschlussarbeit, welchen Einfluss ein Klassen-Hund auf Schüler haben kann.
Manuel Burkhard
Carmen Lebeda mit der Labrador-Hündin Maggie vor dem Maihofschulhaus Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann, 27. Dezember 2018)

Carmen Lebeda mit der Labrador-Hündin Maggie vor dem Maihofschulhaus Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann, 27. Dezember 2018)

Als ob 20 Jugendliche nicht genug wären, soll die Lehrperson sich jetzt gleichzeitig auch noch um einen Hund kümmern? Ja, findet Carmen Lebeda (28). Die Frauenfelderin, die gerade ihre Ausbildung zur Sekundarschullehrerin an der PH Luzern abgeschlossen hat, sagt dies nicht nur, weil sie Tiere einfach als Teil unseres Lebens sieht, sondern auch weil sie genau Bescheid darüber weiss, wie sie uns positiv beeinflussen. Im Rahmen ihrer Masterarbeit hat sie untersucht, wie die Anwesenheit eines Schulhundes im Klassenzimmer das Lernklima beeinflusst.

Der Ansatz ist nicht neu. Schon 2012 haben sich interessierte Lehrpersonen zum Verein Schulhunde Schweiz zusammengeschlossen. Bis heute aber existieren keine amtlichen Regelungen zum Einsatz von Tieren in der Schule. Ausserdem konzentriert sich die vorhandene wissenschaftliche Literatur auf die Primarstufe.

Am Beispiel einer 1. Sek an einer Zürcher Schule hat Carmen Lebeda ergründet, wie Jugendliche auf die Anwesenheit eines Schulhundes im Schulzimmer reagieren. Ihre Ergebnisse deckten sich mit den Erfahrungen aus der Primarschule: «Die Schülerinnen und Schüler empfanden es als sehr positiv. Der Hund war motivierend, half ihnen Stress abzubauen und spendete auch Trost.» Bei Jugendlichen, die zu Hause keinen Hund haben, waren die Auswirkungen noch ausgeprägter. Carmen Lebeda gibt aber auch zu bedenken, dass ihre Untersuchung nur eine Stichprobe darstelle. Grössere Studien wären notwendig, um systematische Vorteile aufzeigen zu können. «Das wäre wohl auch nötig, um Mittel für entsprechende Weiterbildungen zu erhalten.»

Über Umwege ins Klassenzimmer

Zum Hund fand Carmen Lebeda schon als Kind – zum Lehrberuf jedoch erst später. Ursprünglich kam sie der Ausbildung zur Wissenschaftlichen Illustratorin wegen nach Luzern. Nach Abschluss des Studiums musste sie sich der harten wirtschaftlichen Realität stellen. «Es gab schweizweit nur achtzehn Studienplätze, aber eben auch nicht viele Arbeitsstellen.» Der Gedanke, Lehrerin zu werden, war früher schon mal da gewesen. Nun besann sie sich wieder auf ihn und kehrte zurück nach Luzern. Als Quereinsteigerin bot sich ihr an der PH Luzern die Möglichkeit, das Studium in sechs statt neun Semestern zu absolvieren. Die verkürzte Studienzeit hatte jedoch ihren Preis: «Das Programm war intensiv.»

Im neuen Beruf sieht sie auch Parallelen zu ihrer Erstausbildung: «In beiden Tätigkeiten geht es darum, etwas zu vermitteln.» Und fachlich kann sie sich ebenfalls in ähnlichen Gefilden bewegen. Neben Englisch, Deutsch, Geschichte und Geografie gehört natürlich Bildnerisches Gestalten zu ihrem Fächerkanon. In Zukunft würde sie gerne neben dem Unterrichten weiterhin als Illustratorin tätig sein. Nun aber ist ihr nach einer Luftveränderung zu Mute. Bevor es ins Schulzimmer geht, reist Carmen Lebeda nach Südostasien. Zuerst einmal bis im Frühling, dann steht eine Stellvertretung als BG-Lehrerin in Malters an – anschliessend geht es zurück nach Asien. Bis wann? «Solange das Geld reicht.» Und wenn sie dereinst im eigenen Schulzimmer steht, wird vielleicht auch eine vierbeinige Klassenassistenz dabei sein.

Das sind die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen:
Am 26. Januar erhalten 137 Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Kindergarten/Unterstufe, Primarstufe, Schulische Heilpädagogik sowie Sekundarstufe I und II der Pädagogischen Hochschule Luzern an der Diplomfeier ihre Bachelor- und Masterdiplome. Davon stammen 107 aus der Zentralschweiz respektive dem Freiamt:

Kindergarten/Unterstufe:
Jordi Alexandra, St. Urban; Rigert Céline, Adligenswil; Wruck Nicole, Horw.
Schulische Heilpädagogik:
Zardecki Bartlomiej, Rupperswil (AG).

Primarstufe:
Aeschlimann Marcel, Luzern; Arnold Sarina, Rothenburg; Bernet Tamara, Sursee; Bieri Scarlett, Hünenberg See; Caluori Alexandra, Luzern; Emde Vivien, Ebikon; Fellmann Nadine, Sursee; Fischer Caroline, Luzern; Flamm Robert, Buchrain; Frey Valentina Maria, Sursee; Furrer Sari Neoma, Luzern; Garcia Suarez Monica, Emmen; Günther Jessica, Unterägeri; Hansen Miranda, Luzern; Hozjan Daniel, Reiden; Hüsler David, Luzern; Keist Andreas, Ebikon; Knapp Ivana, Ebikon; Machado Claudia, Luzern; Mathis Tara, Kerns; Michel Nadine, Kerns; Mirer Nicole, Luzern; Muster Selina, Reiden; Nötzli Roland, Udligenswil; Pfyl Seraina, Adligenswil; Portmann Andrea, Schüpfheim; Röösli Chantal, Neuenkirch; Ruiz Melissa, Sursee; Schwegler, Adriana, Horw; Schwegler Sabrina, Ettiswil; Seiler Isabelle, Neuheim; Stalder Sven, Sursee; Strässle Natanja, Luzern; Strotz Matthias, Stans; Sucur Tamara, Kriens; Suter Vincenz, Beromünster; Vignarajah Vithuja, Luzern; Volo Patrik, Sursee; von Rotz Björn, Sachseln; Vujinovic Zorica, Luzern; Walker Lea, Vitznau; Weibel Rebekka, Luzern. (Zwei Personen möchten nicht in der Presse genannt werden).

Sekundarstufe I:
Bachmann Bruno, Luzern; Baltisberger Marco, Waltenschwil; Basmaci Martin, Geuensee; Betschart, Pascal, Ibach; Buchmann Marcel, Luzern; Christen Stefan, Bürglen; Eberhard Florian, Kriens; Emmenegger Stéphanie, Malters; Faber Minu, Oberägeri; Felder Daniel, Luzern; Felder Karin, Sursee; Fries Deborah, Menzingen; Fritschi Petra, Perlen; Gilgien Patrick, Unterägeri; Graber Livia, Luzern; Haefeli Sarah, Luzern; Heinrich Michelle, Inwil; Huber Lucas, Hochdorf; Imgrüth Patrick Jan, Horw; Külling Johanna, Emmen; Lebeda Carmen, Luzern; Lupica Federica, Emmenbrücke; Lustenberger Nadine, Malters; Mahrow Robin, Schattdorf; Mallinger Lars, Büren; Mantel Andreas, Zug; Maros Ivan, Wauwil; Milinkovic Ljiljana, Dierikon; Müller Philippe, Inwil; Niederberger Christopher, Altdorf; Ott Silvan, Dallenwil; Palinkas Saskia; Root; Reichmuth Lea, Luzern; Sarigöl Cagdas, Baar; Schmid Martin, Aristau; Schnüriger Anja, Ibach; Schuler Tobias, Luzern; Schwarz Juliette, Malters; Stadler David, Goldau; Stoll Fabienne, Cham; Studer, Larissa, Inwil; Suter Nicolas, Steinhausen; Ulrich Stefan, Luzern; Wallimann Raphael, Luzern; Wandeler Carina, Oberkirch; Wäspe Karin, Luzern; Wechsler Doris, Hergiswil NW; Wermelinger Yannick, Beromünster; Wigger Nicole, Luzern; Wilms Patricia, Goldau; Zurmühle Markus, Weggis; Zwyssig Rafael, Ebikon. (Eine Person möchten nicht in der Presse genannt werden.)

Sekundarstufe II:
Bossard David, Oberwil b. Zug; Dyroff Stefan, Emmenbrücke; Küng Anton, Engelberg; Mächler Rebekka, Ibach; Portmann Jörg, Kriens; Preite Marco, Luzern; Thoma Dario, Luzern. (red)

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