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Ihre Welt dreht sich um Mathematik

Käthi Burkart hat soeben die Ausbildung Sekundarstufe II an der PH Luzern abgeschlossen. Allerdings unterrichtet die 24-Jährige bereits seit einem Jahr an der Kantonsschule Alpenquai: Mathematik und neu auch Geografie.
Natalie Ehrenzweig
Ist zugleich Kantilehrerin und Praktikantin als Geografin: Käthi Burkart. (Bild: Roger Grütter; Luzern, 20. August 2018)

Ist zugleich Kantilehrerin und Praktikantin als Geografin: Käthi Burkart. (Bild: Roger Grütter; Luzern, 20. August 2018)

MINT – Das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Eine Fächerkombination, in denen nicht so oft Frauen zu finden sind. Das hat Käthi Burkart aber nicht gestört. «Ich habe schon an der Kanti Mathe und Physik als Schwerpunktfächer gehabt und da waren wir auch nur drei Mädchen. Ich war mich das gewohnt», erzählt die 24-Jährige lachend. Ihre Mutter arbeitete lange als Sekundarlehrerin und ist heute Schulleiterin, der Vater studierte Geografie: Käthi Burkart, die gerade den Studiengang Sekundarstufe II abgeschlossen hat, ist quasi familiär vorbelastet.

«Mathe hat mich schon immer fasziniert. Es ist nicht nur logisch, sondern es geht um einen Denkprozess. Damit habe ich gelernt, zu argumentieren und ein System aufzubauen», sagt sie. Schon früh im Studium – Käthi Burkart hat die Fächer mit dem Master abgeschlossen – wusste sie, dass sie in Zukunft allenfalls unterrichten möchte. Als zweites Fach wählte sie Geografie: «Geografie ist vielseitig und breit. So wird sie in Human- und physische Geografie aufgeteilt. Gebiete wie Geologie, Wasser (Hydrologie), das Wetter, aber auch der Klimawandel und der Tourismus gehören zur Geografie. Ich kann mit den Schülern behandeln, wieso ein WG-Zimmer beim Luzerner Bahnhof mehr kostet, als eines in Adligenswil.»

Käthi Burkart hat ihr Studium gleich nach der Matura durchgezogen. Nahtlos fügte sie danach noch die pädagogische Ausbildung an der PH Luzern an. «Es war eine rechte Herausforderung, die zwei Fächer gleichzeitig abzuschliessen, weil ich dadurch doppelt so viele Praktika machen musste», erinnert sich die Luzernerin. Gleichzeitig hat sie bereits als Mathelehrerin an der Kantonsschule Alpenquai angefangen. «Das war für mich natürlich ein grosses Glück. So konnte ich das Gelernte gleich anwenden.»

Auf dieses Schuljahr wurde ihr sogar ein volles Pensum angeboten. «Das ist eine sehr schöne Bestätigung meiner Arbeit. Aber da ich meine ganze Ausbildung ohne Pause durchgezogen habe, überlegte ich mir, in Zukunft noch einen anderen Bereich zu sehen, weil ich ja nicht weiss, ob ich mein Leben lang als Gymnasiallehrerin arbeiten möchte.» Deshalb arbeitet sie nun nur 50 Prozent als Mathe- und neu auch als Geografielehrerin und macht in der restlichen Zeit ausserdem ein Praktikum als Geografin in einem Raumplanungsbüro. «Es ist sehr spannend, in einen anderen Arbeitsalltag hineinzusehen.»

Auch wenn Käthi Burkart eine sehr intensive Zeit mit Ausbildung, Praktikum und Job hatte und ihr Freund zwischendurch zurückstecken musste, geniesst sie ihre Freizeit: «Im Sommer gehe ich gern in die Berge und mache Orientierungslauf. Nur rennen wäre nichts für mich. Aber der OL verbindet Bewegung und Kartografie», erzählt sie.

Schüler motiviert, das Lied «079» durchzurechnen

Nachdem sie bereits über einige Unterrichtserfahrung verfügt, weiss Burkart, dass sie den richtigen Beruf gewählt hat: «Es ist ein sehr herausfordernder aber auch bereichernder Job. Die Schülerinnen und Schüler sind unterschiedlich und kommen mit verschiedensten Motivationen und Vorgeschichten in den Unterricht.» Wenn etwa ein Schüler zunächst Mathe nicht mag, sich bei ihm dann aber der Knopf löst, dann sei das sehr schön. «Etwa, wenn wir den Song ‹079› von Lo & Leduc nachrechnen», erzählt sie lachend. Wichtig sei immer, den Jugendlichen den Stoff an konkreten Anwendungen zu zeigen. Mathe sei allerdings ein Fleissfach. Da Mädchen vielfach fleissiger sind in der Unterstufe, seien sie oft gut darin. So sorgt Käthi Burkart vielleicht dafür, dass in Zukunft das Geschlechterverhältnis in den MINT-Fächern kein Thema mehr ist.

Studiengang Sekundarstufe II: Sie haben bestanden:

Bättig Joel, Kriens; Breitschmid Corinne, Luzern; Burkart Kathrin, Luzern; Duss David, Menznau; Florin Fabian, Sursee; Huwiler Melanie Bianca, Baar; Landolt Benjamin, Oberwil b. Zug; Luther Michèle, Hergiswil NW; Malota Mandy, Sins; Mauch Christoph, Beromünster; Mertenat Widmer Sylviane, Adligenswil; Niederberger Silvia, Ibach; Sax Daniel, Luzern; Willi Raphael, Luzern.

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