Im Führerstand durch den neuen Tunnel

Seit Montagmorgen fahren die Zentralbahn-Züge unterirdisch durch den 1,3 Kilometer langen Hubelmatt- und Allmendtunnel. Wie komfortabel die neue Strecke aus Sicht des Lokführers ist, zeigt unser Video.

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Fahrt in den neuen Hubelmatt- und Allmendtunnel. (Bild: Videostill)

Fahrt in den neuen Hubelmatt- und Allmendtunnel. (Bild: Videostill)

Am Montagmorgen um 5.01 Uhr ist der erste fahrplanmässige Zug Richtung Dallenwil gefahren – und zwar auf der neuen Zentralbahnlinie unterirdisch via Luzerner Allmend. «Es kam am Montagmorgen zu vereinzelten Verspätungen im Minutenbereich, sonst ist der Betrieb nach Plan angelaufen», bilanziert Zentralbahn-Mediensprecher Peter Bircher die Inbetriebnahme des neuen Tunnels. Derzeit laufen noch die letzten Feinjustierungen, etwa bei den Ein- und Ausfahrten im Bahnhof Luzern.

Der 1300 Meter lange Hubelmatt- und Allmendtunnel ist das Kernstück der 231 Millionen Franken teuren Doppelspurlinie zwischen Luzern und Kriens Mattenhof. «Sie garantiert eine höhere Fahrplanstabilität», so Bircher. Damit könne das Angebot in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Und zudem fallen auch die Bahnübergänge in der Stadt Luzern weg.

Heute fahren die Züge mit 80 km/h durch den neuen Tunnel, im Dezember werden es 90 km/h sein. Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember wird auch die erste unterirdische Haltestelle im Kanton Luzern in Betrieb genommen: Je zwei Züge pro Stunde und Richtung halten dann bei der Haltestelle «Luzern Allmend / Messe». Ab Herbst 2013 werden es vier sein. Bereits begonnen hat am Wochenende auch der Rückbau der alten Gleisanlagen im Bahnhof Luzern, wie ein Augenschein vor Ort zeigt.

Fast reibungsloser Busbetrieb

Am vergangenen Wochenende ist der Anschluss der Gleise und Fahrleitungen im Bereich Mattenhof/Kriens an die tiefgelegte Zentralbahnlinie erfolgreich ausgeführt worden. Die Arbeiten waren aufwendig: «Wir haben bis zur letzten Minute Arbeiten im Tunnel ausgeführt, aber wir konnten den Zeitplan einhalten», so Zentralbahn-Geschäftsführer Renato Fasciati. Während der Abschlussarbeiten am Wochenende war der Bahnbetrieb zwischen Luzern und Hergiswil eingestellt. Die Passagiere wurden mit Ersatzbussen transportiert. «In Stosszeiten gab es einige Verzögerungen», sagte Fasciati. Insgesamt sei der Busbetrieb aber reibungslos verlaufen.

Am letzten Donnerstag verkehrte zum letzten Mal ein Zug auf der oberirdischen Strecke zwischen Luzern und Mattenhof. Es handelte sich um die alte Ballenberg-Dampfbahn. Sie absolvierte die Strecke gleich mehrmals an diesem Tag, was vor allem die Nostalgiker unter den Bahnfans erfreut hatte.

Die allerletzte Fahrt der Luzern Stans Engelberg-Bahn und Brünigbahn (Zentralbahn) am 9. November um 00.35 Uhr durchs Moosmattquartier in Luzern. (Bild: Leser Bruno Gisi)
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Letzte Fahrt mit Dampf. (Bild: Leser Norbert W. Saul)
Dampfzug bei der Achereggbrücke. (Bild: Leser Peter Loup)
Der letzte Zug über den Stadteil Steghof-Eichwald ist von Luzern in Dallenwil eingetroffen. (Bild: Peter Loup)
Seit dem 9. November ist die oberirdische Zentralbahn-Strecke zwischen Luzern Bahnhof und Kriens-Mattenhof nicht mehr in Betrieb. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Schüler des Schulhauses Moosmatt begrüssten den Nostalgiezug der Ballenberg Dampfbahn Brienz in der Stadt Luzern. (Bild: Keystone)
Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ
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Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern eines der letzen Züge auf der alten Linie zwischen Luzern und Horw. (Bild: Leser Beat J. Klarer)
Letzte Dampfzüge auf der alten Zentralbahn Linie zwischen Luzern und Horw (Bild: Leser Beat J. Klarer)
Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ
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In der Stadt Luzern wird eine neue Ära eingeläutet: (Bild: Keystone)
Am 8. November verkehren die letzten Züge oberirdisch zwischen Luzern Bahnhof und Kriens Mattenhof. (Bild: Keystone)
Danach liegt die Strecke brach. (Bild: Keystone)
Ab dem 12. November fahren die Züge durch den neuen Allmend-Tunnel. (Bild: Keystone)

Die allerletzte Fahrt der Luzern Stans Engelberg-Bahn und Brünigbahn (Zentralbahn) am 9. November um 00.35 Uhr durchs Moosmattquartier in Luzern. (Bild: Leser Bruno Gisi)

Wie es mit dem alten Trassee der Zentralbahn weitergeht, ist noch offen. Der Rückbau der Schienen beginnt im Januar und wird ungefähr 1 Million Franken kosten. Über den Verteilschlüssel für den künftigen fünf Meter breiten und drei Kilometer langen Weg für Fussgänger und Velofahrer müssen sich die Stadt Luzern und der Kanton noch einig werden. Deshalb ist unklar, wie lange das Trassee brachliegen wird. Die Kosten belaufen sich hier auf 4,8 Millionen Franken. Baustart ist nicht vor Herbst 2013.

rem/hb

Hier halten ab dem 12. Dezember die Zentralbahn-Züge. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Bundesrätin Doris Leuthard im Gespräch mit dem Zugsführer in der unterirdischen ZB Haltestation Messe Allmend Luzern. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Niklaus Bleiker, Regierungsrat Kanton Obwalden, Bundesrätin Doris Leuthard und Regierungsrat Robert Küng (von links) in der unterirdischen ZB Haltestation Messe Allmend Luzern. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
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Bundesrätin Doris Leuthard und Regierungsrat Robert Küng applaudieren in der unterirdischen ZB Haltestation Messe Allmend Luzern. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ
Bundesrätin Doris Leuthard (mitte) und Regierungsrat Robert Küng (links) laufen im Bahnhof Luzern in Richtung Zugeingang. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Bundesrätin Doris Leuthard (rechts) und Regierungsrat Robert Küng enthüllen eine Stationstafel. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Bundesrätin Doris Leuthard im Gespräch mit Regierungsrat Robert Küng (mitte) und Anna Barbara Remund, ZB Verwaltungsratspräsident (rechts) im Bahnhof Luzern vor der Abfahrt. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
(v.l.n.r.) Renato Fasciati, Geschaeftsfuehrer Zentralbahn, Anna Barbara Remund, Verwaltungsratspraesidentin Zentralbahn, Adrian Borgula, Direktor Umwelt, Verkehr und Sicherheit Stadt Luzern, Hans Wicki, Regierungsrat, Niklaus Bleiker, Regierungsrat , Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des UVEK, und Robert Küng, Vorsteher der Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes des Kantons Luzern. (Bild: Keystone)
Gäste an der Eröffnung. (Bild: Keystone)
Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des UVEK, rechts, und Renato Fasciati, Geschaeftsführer Zentralbahn, links, unterhalten sich. (Bild: Keystone)
Ein Wagon der Zentralbahn wird gereinigt. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Bild: Keystone
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Gäste an der Eröffnung. (Bild: Keystone)
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des UVEK, spricht an der Eröffnung des Doppelspurausbaus und Tieflegung der Zentralbahn, in der neuen Haltestelle Allmend/Messe in Luzern. (Bild: Keystone)
Bild: Philipp Schmidli//Neue LZ
Demo der Juso bei der Messe Luzern. (Bild: Philipp Schmidli//Neue LZ)

Hier halten ab dem 12. Dezember die Zentralbahn-Züge. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)