Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Luzerner Gastroszene: Im Löwengraben weht ein internationaler Wind

Mit Smörrebröd, Boulebahn und Boulevard wird das Angebot beim ehemaligen Jailhotel im Luzerner Löwengraben bald erweitert - Pétanque-Bar heisst das Lokal. Bereits kurz vor dem Start sind die Betreiber der japanischen Beiz. Sie eröffnet am 6. Oktober.
Sandra Monika Ziegler

Der Löwengraben in der Luzerner Altstadt mausert sich von der einst unwirtlichen Durchgangsstrasse zur Flaniermeile mit internationalem Flair. Das hat mit der Neugestaltung der Strasse zu tun, die jetzt zum Verweilen animiert und mit diversen innovativen Projekten, die dort entstehen.

Zu der bisherigen internationalen Küche im Löwengraben wollen nun auch Joel van Eck und Marlen Amberg mit einer Auswahl an Smörrebröd beitragen. Smörrebröd ist eine dänische Spezialität und umschreibt ein reich belegtes Roggenbrot. Es gilt in Dänemark als eine traditionelle Mittagsspeise.

Ein Luzerner Treffpunkt

Die beiden Gastgeber wollen dieses Gericht neu interpretieren und mit regionalen Frischprodukten belegen. Van Eck und Amberg sind bisher in der Luzerner Gastroszene nicht gross bekannt. Mit ihrer «Pétanque-Bar» im Löwengraben 16 wollen sie «Luzerner Einheimische» und «Individualtouristen» in die Altstadt locken.

Ihre Bar soll zum Treffpunkt für Luzerner im Alter von 25 Jahren bis 60 + werden. Geplant ist den Lagerraum und die Garage rechts neben dem Eingang zum Barabas Hostel, ehemals Jailhotel, teilweise umzunutzen. Das bestehende Garagentor wird durch eine Metall-Glas-Faltwand ersetzt. Das Baugesuch dafür liegt auf.

Diesem ist weiter zu entnehmen, dass auf 57 Quadratmetern eine Selbstbedienungsbar mit 44 Plätzen drinnen und auf den Löwengraben hinaus ein Boulevard mit 28 Sitzplätzen entstehen soll.

Einen Barbetrieb bis in alle Nacht, wie es hier früher der Fall war, wird es aber nicht mehr geben. Denn die geplanten Öffnungszeiten sind Dienstag und Mittwoch ab 10 bis um 22.30 Uhr und Donnerstag bis Samstag bis 00.30 Uhr, Sonntag und Montag sind Ruhetage.

Zum Angebot gehört auch eine Boulebahn, die in der bestehenden Stadthalle erstellt wird. Damit wollen die Gesuchsteller «eine angemessene öffentliche Nutzung» ermöglichen.

Diese Bahn soll aber nicht nur aufs Kugelrollen beschränkt werden, gut vorstellbar sei, sie auch zwischendurch für Kunstausstellungen oder kleinere Konzerte zu nutzen. Zudem sind auch Boule-Turniere geplant. Gestartet wird mit der «Pétanque-Bar» sobald alle Bewilligungen vorliegen, das könnte im Frühjahr 2019 sein.

Geschirr und Mobiliar aus Japan importiert

Einen grossen Schritt weiter sind die Betreiber an der anderen Ecke des Barabas Hostel. Dort wird bereits am 6. Oktober das japanische Restaurant Izakaya Nosomi eröffnet. Dahinter stehen Benjamin und Yuko Egli-Iwasaki.

«Unsere Dorfbeiz, denn der Name Izakaya steht dafür, soll ein Stück Japan in den Löwengraben bringen», erklärt Benjamin Egli das Vorhaben. Und das Wort Nosomi stehe für Hoffnung. In Japan, so Egli, habe es überall ein solches «Izakaya», eine einfach gehaltene Gaststube mit bodenständiger Kost für die Bevölkerung.

Damit die Lokalität auch authentisch rüber kommt, wurden Geschirr, Mobiliar und Küchenutensilien direkt aus Japan importiert. Das liess Egli zeitweise zittern, denn ohne diesen Japanimport hätte er gar nicht eröffnen können. Jetzt hat er aber die Zusage und der Eröffnungstermin kann eingehalten werden.

Die Öffnungszeiten des «Izakaya Nosomi» sind von Montag bis Samstag jeweils über den Mittag und abends ab 18 bis 23 Uhr. Der Sonntag ist der Ruhetag. Die Küche wird bewusst fern von Sushi gehalten, wie Egli betont: «Es gibt einen enormen Reichtum an anderen Kleinspeisen in der japanischen Küche. Und zudem ist das Sushi-Angebot in der Stadt Luzern gut abgedeckt.»

In seiner Küche, so Egli, gibt es von den beliebten gegrillten Pouletspiessen mit diversen Beilagen und den Tempuras auch mal unbekanntere Speisen. Tempura ist Fisch, Gemüse oder auch Fleisch mit einem knusprigen Backteig umhüllt und frittiert. Eine weitere Spezialität ist «Gyoza», eine Variante der gebratenen und gefüllten Teigtasche.

«Jeder bestellt etwas und dann wird geteilt, wie bei den Tapas.»

Doch nicht nur die japanische Küche will Egli den Gästen schmackhaft machen auch die Art, wie die Speisen gegessen werden: «Jeder bestellt etwas und dann wird geteilt. Ähnlich wie es die Spanier mit ihren Tapas halten.» Auf Japan ist Benjamin Egli durch seine japanische Frau Yuko gekommen. Durch unzählige Reisen und Aufenthalte hat sich der gelernte Koch in die Geheimnisse der japanischen Küche eingearbeitet.

Seine ersten gastronomischen Schritte hat Benjamin Egli in Luzern gemacht. Er machte die Kochlehre im Grand Hotel National an der Haldenstrasse. Nach diversen anderen Einsätzen kehrte er als Souschef im Restaurant Mill’Feuille am Mühlenplatz zurück. Im Löwengraben wagt er den Neustart - und zwar als sein eigener Chef.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.