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Im Luzerner Eichhof soll ein Gesundheitszentrum entstehen

Die Bedürfnisse beim «Wohnen im Alter» verändern sich. Deshalb soll das Haus Diamant im Betagtenzentrum Eichhof in der Stadt Luzern bis im Jahr 2024 zum Gesundheitszentrum umgenutzt werden. Davon könnten nicht nur betagte Stadtbewohner profitieren.
Sandra Monika Ziegler
Das Haus Diamant im Betagtenzentrum Eichhof soll mit neuen Angeboten bestückt werden. Bild: PD

Das Haus Diamant im Betagtenzentrum Eichhof soll mit neuen Angeboten bestückt werden. Bild: PD

Das Zauberwort heisst «integrierte Versorgung». Damit will die Viva Luzern AG den veränderten Bedürfnissen betagter Menschen besser entsprechen können, wie Verwaltungsratspräsident Beat Däppeler sagt. Deshalb gelte es, die einzelnen Angebote zu bündeln. Punkto Betreuung im Alter heisst das, alles aus einer Hand in nächster Umgebung anzubieten. Däppeler: «Wird eine Person pflegebedürftig, dann ist nicht mehr zwingend ein Umzug notwendig, denn die Infrastruktur ist in nächster Nähe.»

In diese Richtung gehen auch die Pläne, die die Viva Luzern AG mit dem Haus Diamant hat. Das Haus gehört zum Betagtenzentrum Eichhof. Dort soll bis ins Jahr 2024 im Parterre ein öffentliches Gesundheitszentrum mit Fokus auf Altersmedizin eingerichtet werden, und in den oberen Etagen 40 bis 50 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen mit Dienstleistungen entstehen. Dazu wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, so Däppeler.

Stadt plant Angebot mit 30 Wohnungen

In der städtischen Liegenschaft an der Taubenhausstrasse 16 will die Stadt Luzern 30 Wohnungen mit Dienstleistungen realisieren. Betrieben werden diese Wohnungen dann von der Viva Luzern AG. Geht alles nach Plan, wird mit diesem Umbau bereits nächstes Jahr begonnen werden, der Bezug ist dann für das Jahr 2020 geplant. Doch prioritär verfolgt Viva Luzern AG die kontinuierliche Umwandlung von Zweibettzimmern in Einbettzimmer, wie etwa im Betagtenzentrum Rosenberg. Damit werde man, so Däppeler, dem gestiegenen Anspruch von Individualität gerechter.

Ein anderes Modell wird bei dem in vier bis fünf Jahren geplanten Betagtenzentrum Tribschen verfolgt (wir berichteten). Dort will Viva zusammen mit der Baugenossenschaft ABL arbeiten und sich in der geplanten Überbauung auf dem Ewl-Areal auf drei Stockwerken einmieten.

«Hier wollen wir Wohneinheiten für 14 Personen schaffen. Dabei hat jede Bewohnerin, jeder Bewohner sein eigenes Zimmer mit Nasszelle. Doch Stube und Küche können gemeinsam genutzt werden.» Eine Art Alters-WG? Däppeler: «Eher Wohnen mit familiärem Charakter.» Sein Angebot ausweiten will Viva auch in den Quartieren Wesemlin, Würzenbach und Littau. So werde im Wesemlinquartier abgeklärt, ob ein weiterer Bedarf an ambulanten, vorwiegend hauswirtschaftlichen Dienstleistungen bestehe. Und in Littau und Würzenbach wird der Bedarf an Wohnungen mit Dienstleistungen abgeklärt und deren Realisierung geprüft.

Auf die Frage, ob man damit nicht ins Gehege der Spitex oder anderer Anbieter komme, sagt Däppeler: «Es geht nicht darum, diese zu konkurrieren. Wir müssen uns bewegen. Die Heimbranche ist im Wandel. Unsere Angebote müssen überprüft und immer wieder angepasst werden.»

Stadt erhält 780000 Franken

Die Viva Luzern AG ist die führende Anbieterin von Langzeitpflege in der Zentralschweiz: 900 Bewohnerinnen und Bewohner, fünf Betagtenzentren und vier Pflegewohnungen sowie Angebote für das Wohnen mit Dienstleistungen. Sie ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft und Eigentum der Stadt Luzern. Sie schliesst 2017 das dritte Mal in Folge mit einem positiven Geschäftsjahr ab.

Bei einem Umsatz von 107,4 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von 1,2 Millionen Franken. Es konnten Rückstellungen von 2,5 Millionen Franken gemacht werden. Der positive Geschäftsverlauf ermöglicht Viva Luzern AG der Stadt Luzern, eine Dividende in der Höhe von 780000 Franken auszuzahlen.

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