Im Luzerner Tribschenquartier entstehen 161 neue Wohnungen

Die Swiss Prime Anlagestiftung realisiert für 70 Millionen Franken eine neue Überbauung. Geplant sind Wohnungen «im gehobenen Segment». Offen ist, wer nach dem Wegzug der Swisscom die Büroflächen mieten wird.

Stefan Dähler
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So soll die neue Überbauung aussehen. Hinten links ist das bestehende Gewerbegebäude zu sehen.

So soll die neue Überbauung aussehen. Hinten links ist das bestehende Gewerbegebäude zu sehen.

Visualisierung: PD

An der Ecke Tribschenstrasse/Weinberglistrasse in Luzern sind die Baumaschinen aufgefahren. Gegenüber der Tribschenstadt-Überbauung realisiert dort die Swiss Prime Anlagestiftung derzeit für rund 70 Millionen Franken eine neue Überbauung mit drei Gebäuden und total 161 Wohnungen «im gehobenen Segment», wie der Homepage der Anlagestiftung zu entnehmen ist. Auf der Fläche befand sich zuvor ein Parkplatz. Weiter gibt es auf dem Grundstück zwei Bürohäuser, die in Etappen «energetisch saniert und stark aufgewertet» würden.

Der Baustart für die Neubauten ist im Sommer erfolgt, die Arbeiten dauern bis ins Jahr 2021. Die Neu- und Umbauten an dieser zentralen Lage in Luzern sind gemäss Marcel Hug, Geschäftsführer der Swiss Prime Anlagestiftung, ein Beispiel für die raumplanerische Verdichtungs- und Nachhaltigkeitsstrategie der Anlagestiftung.

Zielgruppe: Singles und Paare

Geplant sind Wohnungen mit 1,5 bis 4,5 Zimmern mit hohem Ausbaustandard, schreibt Macarena Concha von der Bau- und Entwicklungsabteilung der Swiss Prime Site Solutions, auf Anfrage. Das Unternehmen entwickelt das Bauprojekt für die Swiss Prime Anlagestiftung. Die Wohnungen werden verhältnismässig grosszügig sein: Für 4,5 Zimmer ist beispielsweise eine Fläche von 120 Quadratmetern vorgesehen. Die Zielgruppe seien Singles und Paare. Man strebe eine «gesunde Altersdurchmischung» an, so Concha. Zu den Mietpreisen macht sie noch keine konkreten Angaben.

Weiter sind in den Neubauten rund 350 Quadratmeter Büro- und 1340 Quadratmeter Ladenfläche vorgesehen. Bereits bekannt ist, dass die Migros das Ladenlokal, das über 75 Prozent der Fläche ausmache, mieten wird. Die Eröffnung der Filiale ist im Herbst 2021 vorgesehen. Was aus der kleinen bestehenden Migros-Filiale, die sich in unmittelbarer Nähe an der Tribschenstrasse befindet, passiert, sei noch unklar, teilt die Migros auf Anfrage mit.

Mit weiteren Geschäftsmietern für die neue Überbauung sei man im Gespräch, so Concha. Das Areal soll möglichst lebendig und attraktiv werden. Geplant ist zu diesem Zweck auch ein begrünter Innenhof. Es handle sich um einen «zentralen und wichtigen Ort in der Überbauung, der zum Begegnungspunkt werden soll», so Concha. Die zuvor überirdischen Parkplätze werden unter die Erde verlegt, es entsteht eine Einstellhalle mit 275 Plätzen. Davon sind 98 für die Mietwohnungen reserviert.

Noch kein Nachmieter für die Swisscom

In einem der bestehenden Bürobauten hinter dem Neubau ist derzeit unter anderem noch die Luzerner Kantonalbank eingemietet. Diese unterhält dort allerdings keine Filiale, sondern es handelt sich um 140 Arbeitsplätze für das Beratungscenter sowie im Back-Office. Durch den Wegzug der Swisscom in die Überbauung Mattenhof in Kriens sind aber 5000 Quadratmeter Bürofläche Fläche freigeworden (wir berichteten). Einen Nachfolge-Mieter habe die Swiss Prime Anlagestiftung noch nicht gefunden, so Concha. Derzeit befinde man sich in der Planungsphase für die Sanierung. Die nächsten Schritte würden danach in Angriff genommen. Klar sei bereits, dass die anderen Mieter die Räumlichkeiten auch während der Sanierung nutzen können.

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