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Im Luzerner Neubad-Keller dürfen nun 150 Personen legal feiern

Nach einem Umbau können sich künftig viel mehr Leute im Keller-Raum des Kulturgebäudes Neubad aufhalten. Die Betreiber budgetierten dafür 150'000 Franken – in der Hoffnung auf eine Weiterführung des Betriebs bis 2024.
Hugo Bischof
Im grossen Bassin des ehemaligen städtischen Hallenbads Luzern finden regelmässig Kulturveranstaltungen statt (hier der Chor molto cantabile am Weltwassertag am 22. März 2018). Künftig soll auch der Kellerraum vermehrt genutzt werden. (Bild: Philipp Schmidli)

Im grossen Bassin des ehemaligen städtischen Hallenbads Luzern finden regelmässig Kulturveranstaltungen statt (hier der Chor molto cantabile am Weltwassertag am 22. März 2018). Künftig soll auch der Kellerraum vermehrt genutzt werden. (Bild: Philipp Schmidli)

Wegen fehlender Bewilligungen musste der Veranstaltungsraum im Keller des Kulturlokals Neubad in Luzern im Sommer 2017 seinen Betrieb vorübergehend einstellen. Für Neubad-Co-Geschäftsführer Dominic Chenaux setzte das eine Busse im vierstelligen Bereich ab. Dank kleiner Umbauten konnte der Neubad-Keller nach der Sommerpause 2017 wieder eröffnet werden – für maximal 50 Besucher. So lautete die Vorgabe.

Migros Kulturprozent zahlt 20'000 Franken

Inzwischen wurden weitere bauliche Massnahmen umgesetzt. «Die zweite Bauetappe beinhaltete einen zweiten Notausgang hinauf zum Bistro im Erdgeschoss», sagt Dominic Chenaux. Zudem wurde die Bühne verschoben. Das Bistro und der Keller, die nun durch eine Treppe verbunden sind, haben damit eine Gesamtkapazität von 200 Besuchern. «Das heisst», so Chenaux, «bei geschlossenem Bistro dürfen maximal 200 Personen im Keller anwesend sein.» Zugunsten von mehr Komfort habe man diese Limite intern auf 150 Personen reduziert. Die baulichen Massnahmen wurden gemäss Chenaux von der Gewerbe- und Feuerpolizei abgenommen. «Es gab letzte Woche eine Begehung vor Ort», bestätigt auf Anfrage Markus Hofmann, Leiter Baugesuche der Stadt Luzern.

Für die erste und zweite Bauetappe hat das Neubad insgesamt 150'000 Franken budgetiert. «Eine Abschlussrechnung liegt noch nicht vor», sagt Chenaux. Gemäss dem Neubad-Co-Geschäftsführer wurde der Umbau vom Zentralschweizer Förderpreis Migros Kulturprozent mit 20'000 Franken gefördert. Die restlichen finanziellen Mittel werde der Verein Netzwerk Neubad zur Verfügung stellen. «Wir hoffen, dass wir unter Budget abschliessen können», sagt Chenaux. Noch werden im Neubad-Keller letzte Feinschliff-Arbeiten vorgenommen. Am Donnerstag und Freitagabend finden die ersten Veranstaltungen statt (siehe Hinweis).

Stadt bestätigt Vertragsverhandlungen

Die kostspieligen Umbauarbeiten im Keller-Raum lassen darauf schliessen, dass der Verein Netzwerk Neubad mit einer Weiterführung des Betriebs rechnet. Der Vertrag mit der Stadt läuft vorerst bis Sommer 2019. Der Verein hofft auf eine Verlängerung um fünf Jahre bis 2024. «Wir sind in Verhandlungen», bestätigt Rosie Bitterli, Chefin Kultur und Sport der Stadt Luzern. Der Neubad-Betrieb wird von der Stadt Luzern mit jährlich 70000 Franken subventioniert.

Das Areal des Hallenbads soll dereinst neu überbaut werden – gemeinsam mit dem heutigen Standort der Feuerwehr, die auf das EWL-Areal ziehen soll. Bis dann wird das ehemalige Hallenbad als Kulturraum zwischengenutzt. Auch Veranstaltungen aus der Kreativwirtschaft finden hier statt. Betreiber ist der Verein Netzwerk Neubad, der aktuell über 860 Mitglieder zählt. «Das Projekt Neubad soll der Stadt und Region Luzern einen Impuls geben und das kreative und zukunftsorientierte Potenzial der Zentralschweiz sichtbar machen», lautet eine Zielsetzung. Der Verein Netzwerk Neubad beschäftigt 48 Mitarbeitende, die sich 2010 Stellenprozente teilen.

Hinweis
Neubad-Keller: Donnerstag, 6. September, 20 Uhr, Diskussionsrunde «6 x Sex: Lust auf Sex» mit Michaela Fuchs, Dozentin von «sex-positiven Veranstaltungen», und Psychotherapeut Daniel Regli. Freitag,7. September, 22 Uhr, Disco, unter anderem mit «Savage Grounds» und «Duo Meda».

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