Stadt Luzern
Im Puppentheater können Tiere reden – und sogar noch mehr

Das Figurentheater Petruschka zeigt im neuen Stück «De Bär wott Cello spile», wie Träume wahr werden, wenn man fest an sie glaubt.

Yvonne Imbach
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Szene aus dem Figurentheaterstück «De Bär wott Cello spele».

Szene aus dem Figurentheaterstück «De Bär wott Cello spele».

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 16. August 2022)

«In einer Zeit, als die Märchen noch wahr waren...» – so beginnt das neue Sommerstück des Figurentheaters Petruschka in Luzern. Damit trifft das Ensemble das eigene Wirken auf den Punkt. Es ist faszinierend, wie eine eigene Welt geschaffen wird, in die auch erwachsene Zuschauende sofort eintauchen.

Die Ebenen zwischen Puppenspiel, echten Spielenden, kunstvollen Sandmalereien von Marianne Hofer und klassischer Livemusik vermischen sich zu einer einzigartigen Erzählweise, mit der die Geschichte real wird.

Er tauscht ein Rüebli gegen ein Cello

In «De Bär wott Cello spile» wird der Schauplatz an die Aussenmauer eines Tierparks verlegt. Hinter den dicken Steinen steht ein grosser Baum, in dessen Ästen es sich Zoo-Bär Brownie bequem macht. Er kann von dort oben Strassenmusiker beobachten, die als Trio mit ihren Klängen die Menschen verzaubern. Auch der Bär ist fasziniert, vor allem vom «Holzding mit den Drähten und dem Stecken, der drüberstreicht».

Szene aus dem Figurentheaterstück «De Bär wott Cello spele».

Szene aus dem Figurentheaterstück «De Bär wott Cello spele».

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 16. August 2022)

Brownie kann die Menschensprache und fragt den Musiker, was er da spielt. Auch Brownie will Cello spielen können. Robin verspricht ihm Musikunterricht, wenn er ein Cello besorgen kann. Zum Glück hat der Zoo einen geheimen Hinterausgang, den der Bär nutzt. Im nahen Musikhaus tauscht er ein Rüebli gegen das Cello, der Unterricht kann beginnen.

Das Tiermärchen wird musikalisch begleitet vom echten Trio Evamaria Felder (Querflöte), Mirjam Wagner (Piano) und Robin Keller (Cello) mit Perlen aus der klassischen Musik wie Antonio Vivaldis «Il Gardellino» oder «Salut d’amour» von Edward Elgar. «Wir wollten den Kindern auf humorvolle Weise ein bisschen das Gefühl von echter Konzertatmosphäre geben, wenn die Tiere auftreten und zeigen, dass man alles lernen kann, wenn man fest genug an seine Träume glaubt», erklärt Marianne Hofer, Leiterin des Figurentheaters.

Hinweis: Aufführungen bis 2. Oktober, je um 15 Uhr. Pavillon Tribschenhorn, Richard-Wagner-Weg 17,. Tickets: www.petruschka.ch.