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Neue Rooter «Rössli»-Chefin bittet bald auch im Keller zu Tisch

Nach 24 Jahren im Tiefschlaf erwacht das Rössli in Root Ende Januar wieder – und will mit eingemachten Beilagen punkten. Die neuen Betreiber haben in der Region Luzern schon mehrere Lokale zum Erfolg gebracht.
Sandra Monika Ziegler
Es gibt noch viel zu tun: Betriebsleiterin Simone Hafner im Gewölbekeller des Rooter Rösslis, wo ab Januar auch Gäste verköstigt werden. (Bild: Corinne Glanzmann (Root, 14. Dezember 2018))

Es gibt noch viel zu tun: Betriebsleiterin Simone Hafner im Gewölbekeller des Rooter Rösslis, wo ab Januar auch Gäste verköstigt werden. (Bild: Corinne Glanzmann (Root, 14. Dezember 2018))

Zuerst ein Blick zurück: Der letzte Wirt im «Rössli» war Bruno Steiner. Er führte die Gaststube bis ins Jahr 1994 – danach war Schluss mit Ausschenken. Das Haus verlotterte, der angebaute Saal wurde abgerissen. Die einst traditionelle Dorfbeiz verkam zum Schandfleck von Root. Im Jahr 1998 wurde es unter Denkmalschutz gestellt und so vor dem Abriss bewahrt.

Jetzt, nach 24 Jahren, kommt wieder Betrieb in den ehemaligen Gasthof. Sorgfältig wurde saniert und angebaut. Viel Holz und Fensterfronten prägen das Gebäude. Zum Namen Rössli wurde noch ein «hü» dazugefügt, um den Neustart zu unterstreichen. Erste Infos sind unter www.roessli-hue.ch bereits aufgeschaltet.

Alt und Neu in spannendem Mix

Aktuell laufen die letzten Bauarbeiten, werden Böden versiegelt, das Kellergewölbe freigelegt und die drei Stuben aufgefrischt.Als Betriebsleiterin wirkt Simone Hafner. «Für mich ist dieser Neustart eine spannende Aufgabe, ich freue mich.» Bisher hat Hafner in Sursee im spanischen Restaurant Tapas y vino Sarengo gearbeitet.

Zum Konzept sagt die 32-Jährige: «Im Rössli setzen wir auf Eingemachtes, auf Zutaten und Macharten, die sich über Generationen bewährt haben.» Dass dies klappt, dafür sorgt Küchenchef Ralf Bechtle. Er verleiht den Gerichten auch die «kreativ-moderne Note», wie er sagt. Den kulinarischen Pfiff erhalten die einzelnen Gerichte durch Beilagen, die nach diversen Einmacharten fabriziert werden.

Das Credo des «Rössli-hü» heisst saisonal ernten und verarbeiten, danach konservieren mit Salz, Zucker, Essig, Öl oder durch Dörren oder Räuchern. «So können wir zwar Erdbeeren im Januar auf der Karte haben, diese sind aber nicht aus einem Gewächshaus Hunderte Kilometer entfernt produziert worden, sondern sie kommen direkt aus unserem Keller», erklärt Hafner.

260 Jahre in Familienbesitz

Im Gewölbekeller wird ein etwa sieben Meter langer Tisch stehen und zum verköstigen laden. Bezogen werden die Produkte von lokalen Anbietern. Das Mittagsmenü wird inklusive Salat oder Suppe und Getränk 23 Franken kosten. Von Dienstag bis Samstag ist das «Rössli hü» jeweils mittags und abends, samstags durchgehend geöffnet. Das Restaurant wird 60 Plätze zählen, die Stuben nochmals 40.

Dass es zur Wiedereröffnung kommt, ist auch der Basler Stiftung Abendrot zu verdanken. Sie hat das Gebäude 2014 von der Familie Petermann – die es während 260 Jahren im Familienbesitz hatte – gekauft. Die Stiftung hat der Luzerner Schatz AG den Auftrag fürs Konzept und den Betrieb erteilt. Das «Rössli hü» ist das 18. Lokal, welches das Unternehmen konzipiert. Eröffnet wird am 25. Januar und am 26. ist ab 10 Uhr «Tag der offenen Tür» inklusive Führung durchs ganze Haus.

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