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Im Schweighof entsteht für 28 Millionen Franken ein neues Alterszentrum

Im Boom-Gebiet Luzern Süd wird ein neues Alterszentrum mit Pflegeplätzen, Bistro und Wohnungen gebaut. Als kleines Experiment sind auch zwei Alters-Wohngemeinschaften geplant.
Stefan Dähler
So soll das Alterszentrum im Schweighof aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll das Alterszentrum im Schweighof aussehen. (Visualisierung: PD)

Wo ein neuer Stadtteil entsteht, braucht es auch öffentliche Einrichtungen – unter anderem ein Alterszentrum. Ein solches wird nun auf dem Krienser Schweighof-Areal im Boom-Gebiet Luzern Süd gebaut. Das Projekt wurde am Montag öffentlich vorgestellt. Es sei ein Ziel der Stadt Kriens, Dienstleistungen dezentral anzubieten. «Die Leute sollen im Alter in ihrem Quartier, wo sie ihre sozialen Kontakte haben, bleiben können», sagt Sozialvorsteher Lothar Sidler (CVP).

Realisiert wird der 28-Millionen-Franken-Neubau von der Schweighofpark AG, hinter der die Erbgemeinschaft Eugen und Hedwig Theiler-Buholzer steht – die ehemalige Besitzerin des Areals. Das Gebäude wird in sogenannter Hybridbauweise, also aus Beton und Holz, gebaut. Die Heime Kriens AG wird sich in der ersten Etage einmieten und 21 Pflegeplätze anbieten. In den oberen Etagen sind 46 Wohnungen mit Dienstleistungen und zwei Alters-Wohngemeinschaften mit je sechs Zimmern geplant, im Parterre entsteht ein öffentliches Bistro. Die Tarife für Pflegeplätze und Wohnungen stehen noch nicht fest. Der Baustart ist bereits im Herbst 2018 erfolgt, der Bezug per Ende 2020 geplant. Im Moment sieht es vor Ort so aus:

Bild: Stefan Dähler, Kriens, 28. Januar 2019

Bild: Stefan Dähler, Kriens, 28. Januar 2019

WG-Zimmer notfalls auch anders nutzbar

Bei den Wohngemeinschaften handle es sich um einen Versuch, sagt Vreni Theiler von der Schweighofpark AG. Ob das Angebot gefragt ist, werde sich zeigen. Falls nicht, könne man die Räumlichkeiten auch anderweitig vermieten. Jedes Zimmer verfügt übrigens über eine eigene Nasszelle sowie Küche – ein gewisses Mass an Privatsphäre bleibt also gewahrt.

Sämtliche Wohnungen werden nicht von der Heime Kriens AG, sondern von der Schweighofpark AG vermietet. Dennoch sind auch öffentliche Institutionen im Spiel. So bestimmt die Stadt Kriens, wer Anrecht auf eine Alterswohnung hat. Die Spitex Kriens wird die Bewohner je nach Bedarf im Alltag unterstützen und deckt tagsüber den Notfalldienst ab. Deshalb wird sie im Parterre einen Stützpunkt einrichten. Den Nacht-Notfalldienst übernimmt die Heime Kriens AG.

Hier sehen Sie noch den Standort des geplanten Alterszentrums:

Besteht die Nachfrage nach mehr Pflegeplätzen?

Die Heim-AG expandiert übrigens nicht nur im Schweighof. Auch im Krienser Zentrum entstehen mit dem Projekt Lindenpark nochmals 21 Pflegeplätze. Damit wächst das Angebot von 272 auf 314 Plätze. Ist der Bedarf beim heute geltenden Grundsatz von «ambulant vor stationär» überhaupt vorhanden? Lothar Sidler ist zuversichtlich. «Kriens hat im Vergleich zu anderen Gemeinden im Kanton einen aussergewöhnlich hohen Anteil an Senioren. Der Bedarf ist also grösser als anderswo.» In den letzten Jahren hätten jeweils 50 bis 70 Krienser in auswärtigen Heimen gewohnt, weil in Kriens die Plätze fehlten. Die 314 Plätze habe man nicht willkürlich festgelegt, die Zahl basiere auf Hochrechnungen.

Investitionen von einer halben Milliarde Franken

Der Schweighof in Kriens ist mit 67'000 Quadratmetern flächenmässig das grösste Entwicklungsareal in Luzern Süd. Bis 2024/25 entstehen dort zwischen Ring-, Schweighof- und Horwerstrasse in Etappen 21 Gebäude mit rund 600 Wohnungen und 30'000 Quadratmeter Bürofläche. Das Investitionsvolumen beträgt total zirka 500 Millionen Franken. Neben dem Alterszentrum ist auch ein Studentenheim geplant. Es sei das Ziel, ein durchmischtes und belebtes Quartier zu schaffen, so Vreni Theiler von der Schweighofpark AG. 350 Wohnungen sind schon gebaut, davon sind derzeit 53 Prozent vermietet.

Das Areal gehörte einst der Erbgemeinschaft Eugen und Hedwig Theiler-Buholzer. Diese ist in Form der Schweighofpark AG auf einem Teil des Grundstücks auch als Bauherrin tätig. Weitere Parzellen werden von anderen Investoren bebaut. Dabei handelt es sich um die Luzerner Pensionskasse, die PKG Pensionskasse, die Ringpark AG/Linsi AG, die St. Anna Stiftung und die Suva. Vereinbart ist, dass das Areal von verschiedenen Architekten entwickelt wird, weswegen die Gebäude sich optisch teils stark unterscheiden.

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