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Im Stadtluzerner Quartier Unterlachen soll bald Tempo 30 gelten

Bald gilt in allen Stadtluzerner Wohnquartieren weitgehend Tempo 30: Im Gebiet Unterlachen will der Stadtrat die letzte grosse Lücke für verkehrsberuhigende Massnahmen schliessen.
Simon Mathis
Bushaltestelle Steghof mit Blick dem Geissensteinring entlang. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 30. August 2019)

Bushaltestelle Steghof mit Blick dem Geissensteinring entlang. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 30. August 2019)

Der Stadtrat plant, das Wohnquartier Unterlachen zur Tempo-30-Zone zu machen. Ein Verkehrsgutachten habe ergeben, dass diese Massnahme zweck- und verhältnismässig sei, heisst es in einer Mitteilung. Sie habe keine negativen Auswirkungen auf den Verkehrsfluss.

Die Massnahme betrifft den Geissensteinring, die Fruttstrasse, die Kellerstrasse, die Brünigstrasse, die Unterlachenstrasse, die Industriestrasse und den unteren Abschnitt der Weinberglistrasse:

Viele Schüler sind mit dem Velo unterwegs

Die Tribschenstrasse als Hauptstrasse gehört nicht zum Perimeter der neuen Zone. Geissensteinring und Kellerstrasse würden auch mit Tempo 30 weiterhin Hauptachsen bleiben, heisst es in der Mitteilung.

Auf diesen beiden Achsen werden die bisherigen Vortrittsverhältnisse und Fussgängerstreifen weitgehend beibehalten. Lediglich am Knoten Geissensteinring/Weinberglistrasse werde neu Rechtsvortritt herrschen, sagt Christian Ferres, Projektleiter Mobilität der Stadt Luzern. Die Buslinie 4 könne weiterhin reibungslos den Geissensteinring befahren. Insbesondere junge Velofahrer auf dem Schulweg profitieren von der verkehrsberuhigenden Massnahme, sagt Ferres: «Der Geissensteinring ist eine wichtige Veloverbindung zur Kanti.»

Auch die Situation bei der Gassenküche am Geissensteinring sei Anlass für die Luzerner Polizei gewesen, Tempo 30 zu prüfen. «Die Gassenküche zieht sehr viel Fussgängerverkehr an und die Klienten halten sich teilweise auch im Eingangsbereich und im Strassenraum vor der Gassenküche auf», erläutert Christian Ferres. Da der Platz dort jedoch äusserst eng sei und auf diesem Strassenabschnitt relativ viel Verkehr herrsche, komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. «Wir hoffen, dieses Problem mit einer tieferen Geschwindigkeit merklich entschärfen zu können.»

Ganz allgemein will der Stadtrat die Verkehrssicherheit erhöhen und den Lärmpegel reduzieren. Besonders bei den Liegenschaften am Geissensteinring würden die Lärmschutzgrenzwerte überschritten, so Ferres.

Unterlachen im Umbruch

Die Kosten, die für die Änderungen anfallen, lassen sich mit dem Globalbudget des Tiefbauamtes decken. Ferres: «Wir können hier Tempo 30 mit einfachen und kostengünstigen Signalisations- und Markierungsmassnahmen umsetzen.» Detaillierte Zahlen kann das Tiefbauamt noch nicht bekannt geben.

Im Gebiet Unterlachen stehen in naher Zukunft viele Projekte an, die den Charakter des Gebietes verändern werden: So das künftige EWL-Areal, die Industriestrasse und die Überbauung des Uferlos-Areals. Mit der Einführung von Tempo 30 wolle der Stadtrat auch diesem Umbruch von einem Industriestandort zu einem Wohn- und Arbeitsquartier Rechnung tragen.

Das Gutachten und die Verkehrsanordnung ist vom 2. September bis 1. Oktober im Tiefbauamt an der Industriestrasse einsehbar. «Sofern keine Einsprachen eingehen, rechne ich damit, dass wir die Arbeiten noch vor Weihnachten umsetzen können», sagt Christian Ferres. Die öffentliche Auflage des Projekts findet sich heute im Kantonsblatt.

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