Im Temporausch direkt ins Spital

Die Suva schlägt Alarm: Viele Wintersportler sind zu schnell unterwegs – und merken es nicht. Eine Smartphone-App soll das Tempobewusstsein schärfen.

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Die Zahl der Skiunfälle hat von 2007 bis 2009 stark zugenommen. Das Bild oben zeigt die Rettung eines verletzten Skifahrers auf der Corviglia in St. Moritz. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Skiunfälle hat von 2007 bis 2009 stark zugenommen. Das Bild oben zeigt die Rettung eines verletzten Skifahrers auf der Corviglia in St. Moritz. (Bild: Keystone)

Schneesport kann gefährlich sein. In der Schweiz und im Ausland verunfallen gemäss der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) jährlich Zehntausende von Wintersportlern. Im Jahr 2009 etwa (aktuellere Zahlen gibt es nicht) sind über 28'000 Skifahrer und 9'000 Snowboarder verunglückt. Meistens ist der Skifahrer oder Snowboarder selber schuld. Nur gerade in 8 Prozent aller Skiunfälle ist eine andere Person beteiligt. Bei den Snowboardunfällen liegt diese Zahl bei 5 Prozent.

Im Schnitt 35 Stundenkilometer

«Viele Unfälle passieren, weil die Schneesportler ihre Geschwindigkeit unter- und sich selber überschätzen», sagt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter bei der Suva. Deshalb hat die Versicherung vor rund einem Jahr eine Handy-App namens «Slope Track» lanciert. Sie ermöglicht es dem Wintersportler, während der Fahrt seine Geschwindigkeit zu messen und diese, sofern er dies will, der Suva zu übermitteln.

Die Auswertung der bereits eingegangenen Daten hat ergeben, dass die meisten Ski- und Snowboardfahrer mit rund 35 Stundenkilometern unterwegs sind. Und eine Kollision bei 35 Stundenkilometern hat dieselbe Wirkung wie ein Sturz aus rund 5 Metern Höhe.

Alexander von Däniken/Neue Luzerner Zeitung

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