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Immer mehr Luzernerinnen und Luzerner pendeln

Die meisten arbeiten nicht da, wo sie wohnen. Dies ist das Fazit einer neuen Analyse von Lustat Statistik Luzern. Und: Viele nehmen den Weg in andere Kantone auf sich.
Christian Peter Meier
Hier, am Bahnhof Luzern, treffen täglich Pendlerströme aufeinander. (Bild: PD)

Hier, am Bahnhof Luzern, treffen täglich Pendlerströme aufeinander. (Bild: PD)

In den Augen der Statistiker wird man sehr schnell zur Pendlerin oder zum Pendler: Denn um dieser Kategorie anzugehören reicht es bereits, das eigene Wohngebäude zu verlassen, um zur Arbeit oder zur Ausbildung zu gehen. Dies tun im Kanton Luzern 220'500 Personen, wenn man die Kinder unter 15 Jahren nicht mitzählt. Beziehungsweise sie taten es 2016. Denn aus einer Strukturerhebung aus diesem Jahr zieht Lustat Statistik Luzern die Erkenntnisse für ihre am Donnerstag veröffentlichte Analyse der Pendlermobilität.

Somit zählen zwei Drittel der Wohnbevölkerung im Alter ab 15 Jahren zur Gruppe der Pendlerinnen und Pendler. Von ihnen gehen 73 Prozent einer Tätigkeit ausserhalb der eigenen Wohngemeinde nach. Die Zahl der Luzerner Pendelnden – sei es innerhalb des Kantons Luzern, sei es aus dem Kanton Luzern hinaus – hat gegenüber dem Jahr 2010 um 9 Prozent zugenommen.

Die meisten verlassen also quasi täglich ihren Wohnort. Dabei setzen fast zwei Drittel auf das eigene Auto, während gut 30 Prozent dieser Pendlerkategorie mit dem öffentlichen Verkehr (ÖV) unterwegs ist. Anders bei den Pendlern, die innerhalb der Wohngemeinde bleiben: Die Hälfte von ihnen ist zu Fuss, per Velo oder E-Bike unterwegs, während 30 Prozent das Auto und 19 Prozent den ÖV nutzen. «Die Wahl des Hauptverkehrsmittels ist seit 2010 bei allen Pendlergruppen relativ stabil geblieben», stellt Lustat fest.

Interkantonaler Pendlersaldo ist negativ

Klar zugenommen – nämlich um 13 Prozent – hat die Zahl jener Luzernerinnen und Luzerner, die einer Arbeit oder Ausbildung ausserhalb der Kantonsgrenzen nachgehen: Im untersuchten Jahr waren es 42'100 Personen. Die meisten von ihnen pendeln in die Kantone Zug (11'700), Aargau (7'800) und Zürich (7'600). Umgekehrt pendeln 9'300 Aargauer, 5'400 Nidwaldner und 4'500 Zuger nach Luzern. Insgesamt bleibt der interkantonale Pendlersaldo weiter klar negativ – und dies, obwohl Luzern ein Hochschulkanton ist. Sprich: Luzern ist in der Summe als Arbeitsstandort noch immer weniger attraktiv als etwa Zug oder Zürich. Oder noch einmal anders formuliert: Luzern hat insgesamt weniger Arbeitsplätze als Arbeitnehmer.

Als Hauptverkehrsmittel verwendet die Mehrheit der interkantonal Pendelnden das Auto: Seit 2010 beträgt der Anteil des so genannten Motorisierten Individualverkehrs an allen benutzten Verkehrsmitteln 60 Prozent oder mehr. Der ÖV-Anteil spielt hingegen mit gut 30 Prozent eine vergleichsweise kleinere Rolle.

Stadt Luzern und Sursee ziehen Pendler an

Die Pendlermuster nach Wohn- und Zielort variieren je nach Region. «Als dominantes Arbeitsplatz- und Ausbildungszentrum übt die Stadt Luzern im ganzen Kanton eine starke Sogwirkung aus», schreibt Lustat. Neben 20'700 Wegpendelnden werden hier 47'500 Zupendelnde verzeichnet. Auch die Region Sursee/Sempachersee zählt mehr Zu- als Wegependelnde (plus 3'500 Personen). Alle übrigen Regionen des Kantons Luzern weisen dagegen einen negativen Pendlersaldo auf.

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