Immer mehr treten ihr Erbe gar nicht erst an

Die Zahl der ausgeschlagenen Erbschaften nimmt zu. Erben gehen so kein Risiko ein und profitieren, wenn etwas übrig bleibt.

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Der Verlust eines Familienmitglieds ist nur in wenigen Fällen auch mit einer grossen Erbschaft verbunden. (Bild: (Symbolbild Neue LZ))

Der Verlust eines Familienmitglieds ist nur in wenigen Fällen auch mit einer grossen Erbschaft verbunden. (Bild: (Symbolbild Neue LZ))

2005 machten ausgeschlagene Erbschaften im Kanton Luzern 20 Prozent aller Konkursfälle aus. Heute sind es gegen ein Drittel der jährlich etwas über 300 Fälle. Diese Angaben beruhen auf den Zahlen der Konkursämter Hochdorf und Luzern. Jacqueline Eswein, Leiterin der Gruppe Konkursämter, erklärt die Zunahme so: «Die Leute werden heute älter und wohnen länger in Alters- und Pflegeheimen. Das kostet oft über sehr viele Jahre hinweg viel Geld.»  Durch die hohen Kosten der externen Betreuung hinterlassen immer mehr Verstorbene ihren Erben Schulden statt Vermögen.

Andererseits werden gemäss Eswein auch die Erbschaften junger Leute immer wieder ausgeschlagen. «Oft zeigt sich eine Überforderung der Leute im Alltag. Das heisst, dass sie mit dem Leben nicht mehr klarkommen, den Job verlieren, abrutschen und Schulden machen.»

Gläubiger bei Konkursen wegen ausgeschlagener Erbschaft sind häufig Steuerbehörden, Krankenkassen sowie Gemeinden, die Sozialhilfe bezahlten..

Florian Weingartner

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