Immobilien: Luzern kämpft gegen Geldwäscher

Der Immobilienhandel soll nicht zum Waschen dubioser Gelder missbraucht werden. Der Luzerner Kantonsrat will deshalb, dass der Immobilienhandel dem Geldwäschereigesetz unterstellt wird. Er lancierte dazu eine Standesinitiative.

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Ein Baugespann kündigt eine grosse Baustelle an. (Symbolbild Keystone/Alessandro della Bella)

Ein Baugespann kündigt eine grosse Baustelle an. (Symbolbild Keystone/Alessandro della Bella)

Das Parlament überwies am Dienstag mit 62 zu 46 Stimmen eine Motion von David Roth (SP). Der Regierungsrat muss nun eine Standesinitiative ausarbeiten, die vom Bund eine Ausdehnung des Geldwäschereigesetzes auf den Immobilienhandel verlangt.

Seit die Geldwäschereigesetze verschärft worden seien und die Banken eine Weissgeldstrategie fahren würden, habe sich der Immobilienmarkt immer stärker zum Tummelfeld dubioser Gelder entwickelt, begründete Roth sein Anliegen.

SVP und FDP lehnten die Motion ab. Es gebe keinen Grund, dass der Kanton Luzern bei diesem Thema aktiv werde, sagte Reinhold Sommer (FDP). Der Luzerner Immobilienmarkt stehe nicht unter Druck. Armin Hartmann (SVP) lehnte die Motion ebenfalls ab. Sie würde einen grossen Bürokratieschub bringen, sagte er.

CVP, GLP, SP, Grüne und der Regierungsrat unterstützten die Motion. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sagte, Geldwäscherei dürfe nicht unterstützt werden. Der administrative Aufwand, den die Standesinitiative nach sich ziehe, lohne sich deshalb.

sda