IMMOBILIENMARKT: Leere Wohnungen im Kanton Luzern sind rar

Die Lage auf dem Luzerner Wohnungsmarkt bleibt angespannt: Zum letzten Mal gab es vor 16 Jahren so wenige freie Wohnungen wie jetzt.

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(Symbolbild Esther Michel/Neue LZ)

(Symbolbild Esther Michel/Neue LZ)

Gegenüber dem Vorjahr sank die Leerwohnungsziffer von 0,81 auf 0,65 Prozent (Stichtag 1. Juni 2009), wie Lustat Statistik Luzern mitteilt. Eine Leerwohnungsziffer unter einem Prozent deutet auf einen angespannten Wohnungsmarkt hin. Die Zahl der im Kanton Luzern leer stehenden Wohnungen (inklusive Einfamilienhäuser) nahm im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent auf 1068 Wohnungen ab. Von den leer stehenden Wohnungen waren 80,6 Prozent Miet- und 19,4 Prozent Eigentumswohnungen.

Begehrte Einfamilienhäuser
Rar waren insbesondere leer stehende Einfamilienhäuser (Miet- und Verkaufsobjekte). Sie wiesen eine Leerwohnungsziffer von 0,30 Prozent auf; von den insgesamt 30?194 Einfamilienhäusern im Kanton Luzern waren lediglich 90 nicht besetzt. In den vergangenen zwei Jahren sank die Leerwohnungsziffer am stärksten bei den mittelgrossen Wohnungen. Am Stichtag standen 281 3-Zimmer-Wohnungen (-24,7% gegenüber 2008) und 338 4-Zimmer-Wohnungen (-27,6% gegenüber 2008) leer.

Schwierige Wohnungssuche in Agglo
Besonders schwierig eine leere Wohnung zu finden, war es in den Luzerner Agglomerationsgemeinden Kriens, Horw und Littau. Aber auch in allen anderen Luzerner Regionen gibt es Gemeinden mit angespannter Wohnungssituation. Wie im vergangenen Jahr waren die Leerwohnungsziffern in den Gemeinden rund um den Sempachersee tief, insbesondere in Eich, Schenkon, Sempach und Oberkirch. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in der Stadt Luzern entschärfte sich leicht.

2010 könnte es auf dem Wohnungsmarkt im Kanton Luzern zu einer leichten Entspannung kommen, da die Zahl der Baubewilligungen im 4. Quartal 2008 und im 1. Quartal 2009 im Vorjahresvergleich deutlich zunahm (+142,2% bzw. +39,1%), wie es weiter heisst.

scd

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