IMPFUNGEN: Der Bund soll die Prävention zahlen

Luzern ist, was Masern angeht, der Spitzenreiter in Europa. 938 Fälle wurden zwischen November 06 und Februar 09 gemeldet. Nun fordert die eidgenössische Impfkommission den Bund auf, eine Präventionskampagne zu starten.

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Wer zuerst kommt, räumt ab: Grippeimpfung. (Bild Nadia Schärli/ Neue LZ)

Wer zuerst kommt, räumt ab: Grippeimpfung. (Bild Nadia Schärli/ Neue LZ)

Die Masernepidemie erhitzt die Gemüter. Die kantonalen Gesundheitsdirektoren ziehen ein Impfobligatorium in Erwägung, weil der Virus weiterhin um sich greift.

Nun nimmt Claire-Anne Siegrist, Präsidentin der Eidgenössischen Impfkommission, Bern in die Pflicht. Die Genfer Professorin fordert vom Bundesamt für Gesundheit eine landesweite Anti-Masernkampagne – ähnlich wie gegen Aids, Übergewicht oder das Rauchen. «Es braucht Fernsehspots, Flyer und Plakate an gut frequentierten Orten», sagt Siegrist.

Sorge um Ruf der Schweiz
Die Professorin bangt um das Ansehen unseres Landes. Wenn sie sich mit Vertretern der Weltgesundheitsorganisation treffe, werde sie immer gefragt, was in der Schweiz schief laufe, dass ein so ein entwickeltens Land ein Gefahrenherd darstelle.

Kari Kälin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».