In den Ferien droht die Zwangsheirat

Anu Sivaganesan, Medienverantwortliche und Kampagnenleiterin von Zwangsheirat.ch weiss: Manche Jugendliche aus dem Kanton Luzern müssen in den Ferien zittern. Im Heimatland ihrer Eltern droht ihnen eine Zwangsheirat.

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Anu Sivaganesan, Kampagnenleiterin von zwangsheirat.ch. (Bild: Archiv Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Anu Sivaganesan, Kampagnenleiterin von zwangsheirat.ch. (Bild: Archiv Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die meisten Jugendlichen freuen sich auf die Sommerferien. Für manche bedeutet die Reise ins Heimatland ihrer Eltern aber auch das Risiko, gegen ihren Willen verheiratet zu werden. Gerade in den Sommerferien haben Zwangsheiraten Hochsaison. «Normalerweise bekommen wir ein bis vier Anfragen pro Woche, jetzt sind es neun», sagt Anu Sivaganesan, Medienverantwortliche und Kampagnenleiterin von Zwangsheirat.ch, ein Programm das in Zug domiziliert ist, aber auch Anfragen aus anderen Kantonen entgegennimmt.

Sieben Betroffene aus Luzern

Allein aus dem Kanton Luzern haben sich in diesem Jahr bereits sechs junge Frauen und ein junge Mann gemeldet, die eine Zwangsheirat fürchten. Sie stammen aus Sri Lanka, der Türkei, dem Irak, dem Kosovo und Mazedonien. Die Personen stammen aus den verschiedensten Kulturkreisen, wie Sivaganesan sagt. Wenn sich eine betroffene Person oder jemand aus ihrem Umfeld meldet, gehen die Experten von Zwangsheirat.ch meist nach dem gleichen Muster vor. Um die jungen Leute vor eine Zwangsheirat zu schützen, werden auch Lehrer und Lehrmeister eingebunden.

Luzia Mattmann

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