In der CVP fliegen die Fetzen

Der Luzerner CVP-Präsident Martin Schwegler kritisiert die Mutterpartei öffentlich. Das goutieren National- und Ständeräte aus der Zentralschweiz nicht.

Drucken
Teilen
Martin Schwegler, CVP-Präsident des Kantons Luzern. (Bild: Remo Nägeli / Neue LZ)

Martin Schwegler, CVP-Präsident des Kantons Luzern. (Bild: Remo Nägeli / Neue LZ)

«Es wäre der Geschlossenheit förderlich, wenn Martin Schwegler parteiinterne Kritik auch parteiintern anbringen würde.» So kommentiert der Zuger CVP-Nationalrat und nationale Wahlkampfleiter Gerhard Pfister die Giftpfeile, die der Luzerner CVP-Präsident Martin Schwegler auf die Mutterpartei und die Fraktion abschiesst.

Schwegler geisselte am Mittwochabend vor über 250 Delegierten in Neuenkirch die Haltung von CVP-National- und Ständeräten in Armeefragen. Die Partei habe sich in einem mit dem Volk abgeschlossenen Wahlvertrag auf eine Armeegrösse von 80 000 Mann festgelegt. Später seien viele «blind Verteidigungsminister Ueli Maurer gefolgt» und hätten sich für 100 000 Mann ausgesprochen. Schwegler forderte für die Zukunft: «Die CVP-Fraktion in Bern muss geschlossener auftreten. Sololäufe erträgt es nicht mehr.» Klar ist für ihn auch, dass der Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der Luzerner Sektion bei der Mutterpartei zu suchen ist. In den Medien würden nämlich die Bundesthemen dominieren, schrieb er in einem Internet-Forum.

Die Luzerner CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann meint zur Kritik, dass Haltungen auch korrigiert werden dürfen: «Lösungen lassen sich nur dann finden, wenn man zu Kompromissen bereit ist.»

Lukas Nussbaumer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag oder als Abonnent kostenlos im E-Paper.