In der Mariahilfkirche wird wieder gebetet

Rund 10 Jahre wurde die Mariahilfkirche nicht mehr genutzt – damit ist nun Schluss: Ab sofort ist ein provisorischer Betrieb und im Jahr 2013 die Wiedereröffnung der Kirche geplant.

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Die Mariahilfkirche in Luzern. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Die Mariahilfkirche in Luzern. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Wie die Stadt Luzern am Donnerstag mitteilte, hat die Mariahilfkirche gemäss der Vereinbarung ausschliesslich dem römisch- katholischen Kultus zu dienen. Ab sofort wird sie provisorisch wieder genutzt, die offizielle Wiedereröffnung ist für 2013 geplant.

Der Verein Pro Mariahilfkirche unter Diakon Urban Camenzind wird die Kirche künftig als Haus des Gebetes, als Schule des Gebetes und Zentrum für christliche Mystik nutzen. Auch die Migrantenseelsorge der römisch-katholischen Kirche des Kantons Luzern erhält Gastrecht und wird dort vor allem spanische Gottesdienst abhalten; erstmals am 6. Mai 2012.

Sanierungsarbeiten

Für Zustand und Unterhalt der Kirche bleibt die Stadt Luzern verantwortlich. Laut Medienmitteilung sind unter anderem aus Sicherheitsgründen Sanierungsarbeiten notwendig. Sie kosten 615'000 Franken und sollen im ersten Halbjahr 2013 durchgeführt werden.

Die vorerst provisorische Nutzung im laufenden Jahr ist unter gewissen Auflagen möglich. So dürfen bis zur Instandstellung Empore und Kanzel nicht, die Orgel nur beschränkt genutzt werden. Während der Sanierung wird die Kirche 2013 während drei bis vier Monaten gesperrt.

Die Mariahilfkirche in der Luzerner Altstadt ist Teil des ehemaligen Ursulinenklosters, das heute als Schulhaus genutzt wird. Der Gebäudekomplex wurde 1676 bis 1681 nach Plänen des Architekten Heinrich Mayer erbaut. Das Äussere orientiert sich am bayerisch- böhmischen Barock.

sda