In der Uni Luzern wird es kälter

Die Uni Luzern muss sparen und senkt die Raumtemperatur weiter nach unten. Uni-Rektor Paul Richli gesteht bei seinen energiepolitischen Überlegungen einen Fehler ein.

Rem
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Blick in die Bibliothek, die künftig auf 21-22 Grad geheizt wird. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Blick in die Bibliothek, die künftig auf 21-22 Grad geheizt wird. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Uni Luzern senkt die Raumtemperatur von 24 auf 23 Grad. Diese Schlagzeile sorgte am 23. Dezember bei Uni-Rektor Paul Richli für unerwartete Rückmeldungen: «Aus heutiger Sicht muss ich eingestehen, dass es ein Fehler war, dieses Thema nur finanzpolitisch anzugehen und nicht auch energiepolitisch», so Richli.

In einem an alle Studenten versandten E-Mail kündet Richli an, die Raumtemperatur nicht nur um ein Grad, sondern um 2-3 Grad abzusenken. Abklärungen hätten ergeben, dass eine Absenkung auf 21-22 Grad arbeitsrechtlich zulässig sei. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) empfiehlt für Büroarbeitsplätze mit überwiegend geistiger Tätigkeit eine Temperaturspanne von 21-23 Grad. «Dank der exzellenten Wärmedämmung im Neubau fühlen sich 23 Grad hier wärmer an als in einem Altbau mit schlechter Isolation», schreibt Richli weiter.

Die Senkung der Raumtemperatur geht auf einen Vorstoss der Jungen Grünen zurück. Mit der Absenkung kann die Universität mehrere 10'000 Franken sparen. Zum Sparpaket des Kantons hat die Universität 600'000 Franken beizutragen.