In der Zentralschweiz sind Lehrstellen in der Gesundheitsbranche weiterhin sehr gut besetzt – aber es droht ein Engpass

Auch in Zeiten von Corona übernimmt die Gesundheitsbranche weiterhin Verantwortung für die Ausbildung. Es zeichnet sich sogar eine leichte Steigerung bei der Anzahl neuen Lernenden Fachpersonen Gesundheit und Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales ab

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(zim) Kurzarbeit, Umsatzeinbussen, Entlassungen und auch weniger Lehrstellen – das sind die Schlagzeilen, welche aktuell aufgrund der Coronakrise kursieren. In der Gesundheitsbranche ist es mittel- bis langfristig von grosser Bedeutung, dass die Anzahl Auszubildende noch weiter gesteigert werden kann, heisst es in einer Medienmitteilung des Berufsbildungsverbandes Xund. Dies deshalb, weil der Fachkräftebedarf im Gesundheitswesen aufgrund der demografischen Bevölkerungsentwicklung und der steigenden Nachfrage an Pflege- sowie Betreuungsleistungen weiter zunehmen werde. Zudem werde in den nächsten Jahren eine Pensionierungswelle von Pflegefachkräften erwartet.

Und wie steht es in der aktuellen Situation um die Lehrstellen der Assistentinnen und Assistenten Gesundheit und Soziales (AGS) sowie Fachangestellten Gesundheit (FaGe) in der Zentralschweiz? Eine indikative Umfrage bei den Bildungsämtern der Zentralschweiz gibt Xund für 2020 Entwarnung auf der Sekundarstufe II. Die Anzahl AGS- und FaGe-Lernende, die im Sommer 2020 starten, sei mindestens gleich gross wie im Vorjahr und könne voraussichtlich noch leicht gesteigert werden. Dazu Xund-Geschäftsführer Tobias Lengen:

«Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir auch in Zukunft die Pflege in den Alters- und Pflegezentren, Spitälern sowie Spitex-Organisationen sicherstellen können.»

Gemäss Nationalem Versorgungsbericht zeichnet sich laut Mitteilung vor allem auf der Tertiärstufe ein Engpass an Pflegefachkräften ab. FaGe würden den grössten Rekrutierungspool für diplomiertes Pflegefachpersonal bilden. Alters- und Pflegezentren, Spitäler und Spitex-Organisationen seien entsprechend gefordert, auch künftig genügend Nachwuchs zu gewinnen und die Zahl der Ausbildungsplätze weiter auszubauen.