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Stadt Luzern: In dieser Siedlung erhält jedes Haus einen Joker-Raum

Die GV der Baugenossenschaft SBL hat 25 Millionen Franken genehmigt für den Ersatz von sechs 61-jährigen Häusern im Stadtluzerner Quartier Weinbergli. Für die künftigen Bewohner plant man in jedem Gebäude einen besonderen Raum ein.
Roman Hodel
Die Fassade der Ersatzneubauten wird komplett aus Holz bestehen. (Querschnitt: MSA Meletta Strebel Architekten)

Die Fassade der Ersatzneubauten wird komplett aus Holz bestehen. (Querschnitt: MSA Meletta Strebel Architekten)

Für sechs Mehrfamilienhäuser der Baugenossenschaft SBL Luzern im Gebiet Weinbergli-Elfenau schlägt bald das letzte Stündchen. Die Generalversammlung hat einstimmig 25 Millionen Franken für die Ersatz-Neubauten genehmigt. «Das ist der grösste je beschlossene Kredit in der Geschichte der 71-jährigen Baugenossenschaft», wird SBL-Präsident Markus Mächler in einer Medienmitteilung zitiert.

Die sechs bestehenden Häuser – es sind immer je zwei zusammengebaut – werden durch drei Gebäude ersetzt. Es entstehen 2,5- bis 6,5-Zimmer-Wohnungen. «Unsere Zielgruppe ist und bleibt der Mittelstand», sagt Mächler. Trotz Verdichtung steigt die Anzahl Wohnungen zwar nur wenig - von heute 42 auf 45. Dafür seien sie alle grösser und attraktiver. Eine 3,5-Zimmer-Wohnung soll je nach Lage zwischen 1500 und 1800 Franken pro Monat kosten, eine 4,5-Zimmer-Wohnung zwischen 1800 und 2100 Franken.

«Das ist der grösste je beschlossene Kredit in der Geschichte der 71-jährigen Baugenossenschaft.»

Entworfen wurden die Gebäude von den Luzerner Architekten MSA Meletta Strebel. Das Büro hatte im vergangenen Jahr den Architekturwettbewerb gewonnen. Die Fassade wird komplett aus Holz sein. Energetisch werden die Mehrfamilienhäuser dank Photovoltaik, Wärmepumpe und Erdsonde keine fossilen Brennstoffe benötigen.

Gemeinschaftsraum für Besuche oder als Rückzugsort

Grossen Wert legt man laut Medienmitteilung auf Lebensqualität und Gemeinschaftlichkeit. So wird es unter anderem einen Gemeinschaftsraum geben. Zudem ist in jedem der drei Gebäude ein sogenannter Jokerraum geplant. Dieser kann laut Markus Mächler von den Bewohnern zugemietet werden, «etwa wenn die Grosseltern zu Besuch sind oder sich ein Kind in aller Ruhe auf die Matura vorbereiten muss.»

Das Baugesuch wird in den nächsten Tagen eingereicht. Die SBL rechnet noch in diesem Jahr mit der Baubewilligung. Gebaut werden sollen die Gebäude von 2019 bis 2022.

Die rot markierten Häuser im Gebiet Weinbergli werden ersetzt, links unten auf dem Bild ist die St. Michael zu erkennen. (Bild: pd/SBL)

Die rot markierten Häuser im Gebiet Weinbergli werden ersetzt, links unten auf dem Bild ist die St. Michael zu erkennen. (Bild: pd/SBL)

Die SBL hatte 2016 entschieden, die sechs im Jahr 1957 erbauten Häuser durch Neubauten zu ersetzen. Trotz laufender Unterhaltsarbeiten würden sie nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Die jetzigen Mieter wurden und werden gemäss der Mitteilung über die einzelnen Schritte informiert. Die SBL bietet ihnen zudem laufend Ersatzwohnungen in ihrer benachbarten Siedlung Elfenau an. Denn die Wohnungen in den Neubauten sprengen das Budget von vielen jetzigen Mietern.

«Finanziell topfit» und auf Wachstum aus

Aktuell verfügt die SBL über 374 Wohnungen. Diese befinden sich vorwiegend im Stadtluzerner Quartier Weinbergli-Elfenau, an der Spitalstrasse, in der Hochhüsliweid sowie in den Littau, Kriens und Adligenswil. Die SBL sei organisatorisch und finanziell topfit. Mächler: «Wir sind problemlos in der Lage, offensiv neue Projekte in der Stadt oder in der Agglomeration zu stemmen.»

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