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In Ebikon sind über 1100 neue Wohnungen in der Pipeline – eine Übersicht

Wohin soll sich Ebikon entwickeln? Auch um diese Frage geht es vielen Stimmberechtigten bei der Abstimmung zum MParc-Areal. Tatsächlich soll in den nächsten 13 Jahren allerhand gebaut werden. Was aber nicht aussergewöhnlich ist, wie ein Blick zurück zeigt.
Roman Hodel

Die Ebikoner entscheiden am 10. Februar an der Urne über den Bebauungsplan und die Teilzonenplanänderung Weichle, besser bekannt als MParc-Areal. Geplant sind dort insgesamt 340 Wohnungen. Befürworter loben die verdichtete Bauweise an zentraler Lage mit besten ÖV-Anschlüssen, Kritiker befürchten eine Verstädterung von Ebikon und mehr Leerwohnungen. Was Letztere betrifft – per 1. Juni 2018 waren es 155 Stück oder 2,44 Prozent.

Zum Vergleich: Von 2000 bis 2014 lag die Leerwohnungsziffer zwischen 0,25 und 1,55 Prozent. Neubauten sind in Ebikon überhaupt einige geplant, längst nicht nur auf dem MParc-Areal. Allein die aktuell bekannten, grösseren Wohnbauprojekte in Ebikon sorgen in den nächsten rund 13 Jahren für zirka 1100 neue Wohnungen. Zum Vergleich: Per Ende 2017 zählte Ebikon gemäss Lustat Statistik Luzern 6356 Wohnungen. Das bedeutet eine Zunahme von fast einem Fünftel.

Wobei dies nicht aussergewöhnlich ist: Von 2000 bis 2017 nahm die Anzahl Wohnungen ähnlich stark zu: Von 4765 auf 6356. Grosses ist auch in Dierikon geplant: Direkt an der Grenze zu Ebikon, neben dem Parkhaus der Mall of Switzerland, soll das Rontalzentrum entstehen mit 380 Wohnungen in vier Hochhäusern.

Und jetzt, kommen Sie mit auf einen virtuellen Spaziergang zu den Wohnbauprojekten – von der Stadtgrenze Luzern quer durch Ebikon Richtung Osten bis zur Mall.

St. Klemens

(Visualisierungen: PD / Bilder: Eveline Beerkircher (Ebikon, 10. Januar 2019))

(Visualisierungen: PD / Bilder: Eveline Beerkircher (Ebikon, 10. Januar 2019))

Zwischen Kaspar-Kopp- und Luzernerstrasse plant die Ebikoner Schmid Immobilien AG rund 70 Eigentums- und Mietwohnungen sowie 400 Quadratmeter Büro-/Dienstleistungsfläche in mehreren Gebäuden. Architektur: Schmid Generalunternehmung. Das Stimmvolk hat den Bebauungsplan im Juni 2018 genehmigt. Die Baueingabe folgt voraussichtlich im Frühling/Sommer 2019. Bezugsdatum noch offen.

Du Bois / Ausserschachen

Ursprünglich war auf dieser Parzelle der Katholischen Kirchgemeinde Luzern eine Kirche geplant. Nun sollen an der Luzernerstrasse 59 anstelle eines baufälligen Bauernhauses 46 Wohnungen (Miete) in einem Längsbau und 21 Wohnungen (Eigentum) in drei Punkthäusern entstehen. Architektur: Roeoesli & Maeder Luzern. Der Grosse Kirchenrat hat das Projekt genehmigt, die Baueingabe folgt in Kürze. Als voraussichtlicher Bezugstermin ist Herbst 2021 definiert.

Schmiedhofpark

Am Rand des Schmiedhofparks hat die Wohnbau AG Ebikon anstelle eines Tennisplatzes ein neues Mehrfamilienhaus mit 32 Mietwohnungen hochgezogen. Der Bezug beginnt ab dem 1. März 2019. Noch ist gut ein Drittel der Wohnungen zu haben – 4,5 Zimmer auf 108 Quadratmetern gibt’s laut Webseite ab 2200 Franken brutto im Monat. Im Fokus hat man junge Familien mit Kindern. Entworfen wurde das Gebäude von Antonietty Architekten AG Luzern.

Sagenmatt

Noch repariert und verkauft die Amag auf ihrem Areal zwischen Luzerner- und Schachenweidstrasse Autos – doch nach ihrem Auszug diesen Frühling soll es hier bald Platz geben für ein neues Quartier mit 260 Mietwohnungen in mehreren Häusern. Architektur: Schärli Architekten sowie Meyer Gadient, beide Luzern. Der Bebauungsplan ist in Arbeit. Noch ist offen, wann die Stimmberechtigten darüber befinden werden. Der Bezug ist frühestens 2022 möglich. Die Bauherrin Moyreal, eine Amag-Tochter, will unter anderem damit punkten, dass etwa ÖV-Gutscheine in der Miete inbegriffen sind. Im Rahmen des Projekts soll zudem der Mühlebach, der durch die Siedlung fliesst, renaturiert werden.

Sagi-Mühlebachpark

Unweit der Sagenmatt, zwischen Schachenweid- und Schlösslistrasse wollen private Eigentümer eine Überbauung mit 51 Wohnungen in drei Gebäuden realisieren. Auch hier fliesst der Mühlebach durch die Siedlung. Das erste Haus mit elf Wohnungen ist baubewilligt, die Bauarbeiten beginnen im Sommer 2019. Bezug voraussichtlich im Frühjahr 2021. Die anderen beiden Gebäude sind in Planung. Architektur: CAS Luzern.

Riedmatt

Unmittelbar beim Bahnhof Ebikon wächst derzeit ein Komplex mit 82 gemeinnützigen Mietwohnungen für Familien und ein «urbanes Publikum» in die Höhe. Gebaut wird das von Steger Architekten Luzern konzipierte Gebäude von der Amberg Bauunternehmung. Gekauft hat es die SBL Wohnbaugenossenschaft Luzern. Voraussichtlich Mitte 2020 soll der Bezug beginnen.

Halte

An der Rischstrasse stellt die Schmid Immobilien AG Ebikon zurzeit ihre Überbauung Halte fertig. In den letzten beiden Gebäuden entstehen 20 Miet- und 23 Eigentumswohnungen sowie 400 Quadratmeter Büro-/Dienstleistungsfläche. Architektur: Schmid Generalunternehmung AG. Der Bezug ist auf Sommer 2020 geplant.

Qube (MParc)

Zwischen der Zugerstrasse und den Bahngleisen soll ein neues Quartier mit 340 Mietwohnungen entstehen – davon 280 auf Migros-Land, der Rest auf dem Grundstück der Vino Vintana AG. Qube heisst das Richtprojekt und sieht unter anderem ein maximal 55 Meter hohes Hochhaus vor. Die Ebikoner befinden am 10. Februar über den Bebauungsplan und die nötige Teilzonenplanänderung. Die Realisation ist in Etappen vorgesehen, Bezug der ersten Häuser frühestens ab dem Jahr 2024.

Obfildern

Am wenigsten weit fortgeschritten ist die Planung bei der Überbauung Obfildern zwischen Hartenfels- und Oberdierikonerstrasse. Der Bebauungsplan ist in Bearbeitung. Weder Bauherrschaft, Realisationszeitraum noch Architekten sind bekannt oder bestimmt. Auf dem Areal sollen 220 Wohnungen möglich sein.

Ebisquare

Neben der Mall of Switzerland hat die Migros Pensionskasse 191 Mietwohnungen realisiert – aktuell sind gemäss Webseite 18 davon leer. 3,5 Zimmer gibt’s ab 1840 Franken monatlich brutto, 4,5 Zimmer ab 1970 Franken. Der Erstbezug erfolgte im November vor einem Jahr, zeitgleich mit der Mall-Eröffnung. Die bis zu siebenstöckigen Gebäude sind um einen Innenhof gruppiert. Architektur: TGS Architekten Luzern.

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