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In Ermensee wird künftig Wasser für kommende Generationen gepumpt

Die Wasserversorgung Hitzkirch investiert 2,4 Millionen Franken in ein neues Pumpwerk. Dieser Schritt eröffnet auch Perspektiven für die Entwicklung von Hitzkirch und Ermensee.
Ernesto Piazza
Ein Teil des Pumpwerks in Ermensee. (Bild: Ernesto Piazza (12. November 2018))

Ein Teil des Pumpwerks in Ermensee. (Bild: Ernesto Piazza (12. November 2018))

Jahrelang hat die Wasserversorgung Hitzkirch AG nach einem neuen Standort für ihr Grundwasserpumpwerk gesucht. Mit dem gestrigen Spatenstich im Chilchfeld in Ermensee sei nun ein «historisches Ergebnis» eingetreten, so Stefan Scherer, VR-Präsident der Wasserversorgung Hitzkirch AG.

Das Projekt umfasst neben dem neuen Pumpwerk mit dem Brunnen als Kernstück auch den Bau einer rund 1500 Meter langen nach Hitzkirch führenden Transportleitung. Sie hat einen Durchmesser von 250 Millimeter und wurde in den letzten Wochen erstellt. Auch gehört ein sogenannter Notverbund mit dem nahe gelegenen Pumpwerk Seetal der Wasserwerke Zug AG dazu. Dieses versorgt Hochdorf mit Wasser. Weiter ist die Anpassung der Steuerung beim Reservoirs Rungghof Teil des Projektperimeters.

Der Brunnens liegt in 39,8 Meter Tiefe. Die Pumpe befindet sich bei 28,3 Metern. Die Betreiberin besitzt eine Konzession für eine Fördermenge von 1200 Litern in der Minute oder für 300'000 Kubikmeter pro Jahr. Der Grundwasserspiegel liegt im Schnitt bei minus 11 Meter. Das Grundwasser bildet mit rund zwei Dritteln die Hauptmenge für die Hitzkircher Wasserversorgung. Etwa ein Drittel stammt von Quellfassungen auf dem Lindenberg. Die Investitionen betragen rund 2,4 Millionen Franken. Das Pumpwerk soll im Sommer 2019 in Betrieb genommen werden.

Mehr als zehnjähriger Projektprozess

«Historisch» ist für Scherer der Moment auch deshalb, weil damit ein Projekt dem Ende zugeführt werden könne, das im Jahre 2006 mit einer Machbarkeitsstudie begann. Es seien viele Abklärungen gemacht und Standorte geprüft worden, so der VR-Präsident. Die Sondierbohrung mit Pumpversuch im Herbst 2016 habe die Hoffnung bestätigt, dass das Grundwasser bezüglich Wassermenge und -qualität sehr gut sei, erklärte Scherer am Montag. «Der Nitratgehalt liegt bei 27 Milligramm pro Liter, bei einem Grenzwert von 40 Milligramm pro Liter.» Somit wird das Pumpwerk Chilchfeld zum Hauptproduzent von Trinkwasser der Gemeinde Hitzkirch für die nächsten Generationen.

Die Hitzkircher Gemeinderätin Rebekka Renz (CVP) – sie zeichnet für das Ressort Bau, Umwelt und Wirtschaft verantwortlich – ist «sehr froh, dass mit diesem Projekt das Wasser für die Gemeinde vorausschauend geplant und mit Weitsicht investiert wird». Renz lobte auch die «gute Zusammenarbeit» mit der Eigentümerschaft.

Das sei ein wichtiger Schritt für ein Gebiet mit Entwicklungspotenzial, erklärt der Ermenseer Gemeindepräsident Reto Spörri (FDP). Das Grundwasserpumpwerk eröffnet auch für das ehemalige Granador-Areal neue Perspektiven.

Granador-Areal soll bis 2019 komplett umgezont sein

Denn: Jahrelang standen die Pumpen auf Hitzkircher Boden. Sie bildeten bei der Weiterentwicklung der knapp 40'000 Quadratmeter – davon befinden sich rund 21'500 Quadratmeter in der Gemeinde Ermensee – immer wieder Stolpersteine. Im Februar hatte die Areal Hitzkirch AG das ganze Gebiet erworben. Bereits im Mai 2016 war das auf Hitzkircher Boden liegende Areal in eine Wohn- und Arbeitszone umgeteilt worden. Die Ermenseer Exekutive beabsichtigte diesen Schritt im Frühling 2017 zu vollziehen. Noch will der Gemeinderat aber zuwarten und hat den neuen Zeitplan auf Frühling/Herbst 2019 definiert. Ermensee bezieht das Wasser vom Pumpwerk Grundacher und von Quellwasser von der Erlosen. Zusammen mit der Erstellung des des neuen Werks baut die Gemeinde eine Leitung vom Grundacher ins Chilchfeld und hat dafür 350'000 Franken im Budget 2019 eingestellt. Damit könne die Kommune auch einer eventuellen Notsituation begegnen.

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