Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

In Grosswangen trumpft ein Trio musikalisch gross auf

Die Brüder Raphael, Matthias und Daniel Koch aus Grosswangen haben eine gemeinsame Leidenschaft: die Musik. Und trotzdem beschreitet jeder bei der Ausübung seines grossen Hobbys einen ganz eigenen Weg.
Ernesto Piazza
Musikalische Brüder (von links): Daniel, Raphael und Matthias Koch. (Bild: Roger Grütter, Grosswangen, 6. März 2019)

Musikalische Brüder (von links): Daniel, Raphael und Matthias Koch. (Bild: Roger Grütter, Grosswangen, 6. März 2019)

Drei Brüder – eine gemeinsame Leidenschaft: Musik steht bei den Kochs aus Grosswangen hoch im Kurs. Raphael (26), Matthias (24) und Daniel (20) investieren einiges an Zeit in ihr grosses Hobby – und dies mit sichtlichem Erfolg. Regelmässig nehmen sie an Musikwettbewerben teil und brillieren dort oft mit Podestplätzen. Alle drei sind unter anderem Mitglieder des Militärspiels und gehören der Grosswanger Burgspatzen an.

Matthias Koch – er macht zurzeit an der Pädagogischen Hochschule Luzern die Ausbildung zum Primarlehrer – bekleidet bei besagter Blaskapellenformation auch das Präsidentenamt, dirigiert den Musikverein Ruswil, ist Musikkommissionspräsident der Feldmusik Grosswangen und spielt dort – ebenfalls wie sein Bruder Daniel. Dieser wiederum ist sowohl Mitglied bei der Stadtmusik Luzern als auch im nationalen Jugendblasorchester. Raphael spielt in der Brass Band Frohsinn Grosswangen und wirkte zudem früher bei den BML Talents, der Nachwuchsformation der Brassband Bürgermusik Luzern, mit.

Aufwand zeitweise mit Spitzensportler vergleichbar

Doch obwohl das gemeinsame Hobby bei den drei Brüdern einer gewissen Sogwirkung entspringt, beschreitet jeder musikalisch seinen eigenen Weg. Raphael Koch hat beruflich im Bereich Verkauf/Administration ebenfalls mit Musik zu tun. Seine Vorliebe ist das Cornet. Er vermutet, dass ihn sein Götti dazu inspiriert hat. Sein Bruder Matthias eiferte ihm später mit dem Saxofon nach und spielt auch auf der Klarinette. Bei dieser Ausgangslage «habe ich fast nicht warten mögen», erklärt der 20-jährige Daniel Koch. Er arbeitet im Marketingbereich und startete, wie viele Musizierende, mit der Blockflöte – und erlernte später das Klarinettenspiel. Ihm attestieren seine beiden Brüder übrigens die «grössten Entwicklungsmöglichkeiten».

In ihr Hobby investieren die drei Grosswanger einiges. «Zeitweise ist der Aufwand mit demjenigen eines Spitzensportlers zu vergleichen», sagt Raphael Koch. Doch bei der Musik könne er sehr gut abschalten, erklärt er. Des Weiteren ist für ihn die Pflege der Kollegschaft ein wichtiger Aspekt. Während Matthias Koch das Zusammenspiel von Alt und Jung fasziniert, beeindruckt sein Bruder Daniel immer wieder das «gemeinsam auftretende Kollektiv von 60 bis 80 Personen». Wobei er auch sagt: «Es reicht für mich nicht, wenn man nur die Noten nimmt und spielt.» Sein gesunder Ehrgeiz ist zu spüren.

«Von uns haben die drei Buben das Talent nicht»

Bei so musikalisch begabten Kindern liegt die Frage auf der Hand, ob sie in einer Form «vorbelastet» sind. Doch Mutter Luzia Koch verneint. «Von uns haben die drei Buben das Talent nicht.» Doch mittlerweile sind die Eltern grosse Fans ihrer Söhne und deren Musik geworden. «Sie unterstützen uns sehr», sagt Matthias Koch. Und sein Bruder Raphael fügt mit einem Schmunzeln an:

«Sie kommen wohl lieber an ein Konzert als an ein Fussballspiel.»

Ein direktes Konkurrenzdenken unter den drei Brüdern existiert nicht. Das ist auch dadurch nicht gegeben, weil sie unterschiedliche Instrumente spielen. Wobei man sich ob der bei Wettbewerben erspielten Resultate manchmal schon etwas necke.

Trotz der Erfolge bescheiden geblieben

War früher das Konkurrenzdenken unter den diversen Musikgesellschaften im Dorf zuweilen ein Thema, sei davon nichts mehr zu spüren, erklärt Matthias Koch. «Heute wollen wir gemeinsam etwas erreichen.» Der Luzerner Musiktag 2003 habe «das Eis definitiv gebrochen». Damals organisierten die Feldmusik und die Brass Band Frohsinn miteinander den Anlass. Im Jahr 2020 soll sich das gewissermassen wiederholen. Sie veranstalten zusammen mit den Burgspatzen das Schweizerische Blaskapellentreffen.

Bei seinem musikalischen Werdegang wurde Raphael Koch von Patrick Ottiger so stark geprägt, dass er «für mich ein eigentliches Vorbild» ist. Ottiger, ebenfalls ein Grosswanger, ist Dirigent und Solotrompeter und sowohl auf in- wie auch ausländischen Bühnen zu Hause.

Bei all den Erfolgen sind die drei Brüder sich selber geblieben. Die erreichten Erfolge wollen sie nicht allzu hoch hängen. Wobei Raphael Koch dann doch sagt: Die Teilnahme und letztlich der Sieg beim «Kampf der Orchester» mit den BML Talents sei ein Highlight gewesen. Sein Bruder Daniel weiss:

«Im KKL zu spielen ist einzigartig und immer ein spezieller Moment.»

Matthias Koch fühlt sich bei guter Musik ganz generell «äusserst wohl». Das soll weiterhin so bleiben. Und zwar nicht nur bei ihm, sondern auch bei seinen beiden Brüdern.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.