In Luzern bildet sich offene Drogenszene

Immer mehr junge Fixer bevölkern das Vögeligärtli in Luzern und konsumieren dort harte Drogen. Darauf reagiert die Stadt mit Härte.

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Raoul Böhmer spielt mit seiner Grossmutter Judith Schweizer auf der Vögeligärtli-Wiese. Im Hintergrund die Drogenszene und Polizei. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Raoul Böhmer spielt mit seiner Grossmutter Judith Schweizer auf der Vögeligärtli-Wiese. Im Hintergrund die Drogenszene und Polizei. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Im Vögeligärtli droht eine Drogenszene»: Das sagt Luzerns Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer. Sie stellt fest, dass sich die Szene im Park vergrössert hat, insbesondere seien neue, junge Konsumenten dazugekommen, die im Park Drogen konsumieren. Folge: Im Vögeligärtli werden Spritzen gefunden, und rund ums Gebiet macht sich die Prostitution breit.

Eine offene Drogenszene werde nicht geduldet, betont die Sicherheitsdirektorin. Denn: Um den öffentlichen Raum zu entlasten, sei in Luzern der Fixerraum eingerichtet worden. Der Betrieb laufe jedoch nicht wunschgemäss, so Stämmer. Damit die Fixer das Angebot nun auch benutzen, setzt die Stadt auf Repression: Die Polizei werde auf die Szene im Vögeligärtli Druck ausüben.

Edgar Scagliola, Präsident des Quartiervereins Hirschmatt-Neustadt, sagt zum Vorgehen der Stadt: «Es ist für uns nichts Neues, dass im Vögeligärtli Drogen konsumiert und gehandelt werden. Es verwundert mich, dass die Stadt dies erst jetzt offiziell feststellt.» Der Quartierverein fordere schon seit zehn Jahren, dass gehandelt wird.

Martin Messmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung